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Endlich Tempo 30: Warten auf die Schilder

Calberlah-Wettmershagen Endlich Tempo 30: Warten auf die Schilder

Wettmershagen. Die Freude bei den Wettmershägern ist riesig: Endlich konnten sie das Verkehrsministerium von Tempo 30 überzeugen (AZ berichtete) - und schon in wenigen Tagen könnten die Schilder stehen.

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Bitte langsam fahren: In wenigen Tagen sollen in Wettmershagen endlich Tempo-30-Schilder stehen.

Quelle: Bastian Till Nowak (Archiv)

„Spätestens nächste Woche wird die Landesbehörde für Straßenbau angewiesen, Tempo-30-Schilder aufzustellen“, überbrachte Landtagsabgeordneter Detlef Tanke (SPD) am Sonntag dem Wettmershäger Bürgerverein die freudige Botschaft aus Hannover. Verkehrsminister Olaf Lies habe sich für das Tempolimit auf der abschüssigen und schlecht einzusehenden Ortsdurchfahrt entschieden.

Zuständig für die Umsetzung ist die Landesbehörde in Wolfenbüttel - dessen Geschäftsführer Bernd Mühlnickel hat am Montagmorgen aber selbst erst aus der AZ vom Sinneswandel in Hannover erfahren: „Uns liegt noch nichts vor. Sobald die verkehrsbehördliche Anordnung da ist, wird‘s aber sofort umgesetzt.“ Inklusive der Lieferzeit für die neuen Schilder werde das dann höchstens eine Woche dauern, sichert Mühlnickel zu.



Kampf für Tempo 30 hat sich gelohnt


  • April 2007: Beim Osterfeuer wird erstmals über die Verkehrssituation diskutiert. Wenig später gründet sich eine Bürgerinitiative.


  • Januar 2008: Erste Gespräche mit Landrätin Marion Lau, Polizei, Verkehrsamt und mehreren Landtagsabgeordneten enden ohne Ergebnis.


  • April 2008: Gemeinsam mit der Meiner Bürgerinitiative kommt es zum ersten Parkprotest – an der L 321 werden so viele Autos abgestellt, dass der Verkehr beinahe zum Erliegen kommt. Im Mai wird die Aktion wiederholt.


  • Juli 2008 : Unbekannte stellen Tempo-30-Schilder im Ort auf – drei Tage später werden sie von offizieller Stelle wieder abgebaut.


  • Oktober 2008 : Der NDR filmt die Parkproteste, RTL und Sat.1 folgen.


  • Oktober 2009 : Der Calberlaher Rat bewilligt 25.000 Euro für eine Ampel – aufgestellt wurde sie bisher aber nicht. Der Landkreis sagt eine neue Verkehrszählung zu.


  • Dezember 2009 : Das Ergebnis ist ernüchternd, die Verkehrsbehörde sieht „keinen Handlungsbedarf“. Der Protest geht von vorne los.


  • September 2010: Erst sollte die L 321 einen Tag lang blockiert werden – nach einem Einlenken der Kreisverwaltung in letzter Minute wurde daraus ein Bürgerfest: Die Wettmershäger feiern die Genehmigung von Tempo 30. Doch zu früh gefreut: Die Landesbehörde in Wolfenbüttel sperrt sich gegen die Anordnung des Landkreises – die Sache geht zum Verkehrsministerium nach Hannover.


  • Januar 2011: Niedersachsens damaliger Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) bügelt die Gifhorner Kreisverwaltung ab – der Traum von Tempo 30 bleibt ein Traum. Kreisrätin Evelin Wißmann sieht keinerlei Handlungsspielraum mehr: „Die in Hannover sitzen halt am längeren Hebel.“


  • Juni 2011 : Aus der Bürgerinitiative wird ein Bürgerverein. Mitgliedsbeiträge sollen einen Rechtsstreit mit dem Ministerium ermöglichen.


  • Januar 2012 : Ein Wochenende, zwei Unfälle, drei Verletzte: Die Situation in Wettmershagen spitzt sich zu – und das Ministerium spricht weiter von einer „unauffälligen Verkehrssituation“.


  • August 2013: Lange wurde hinter verschlossener Tür verhandelt – das Ergebnis ist enttäuschend. Und deshalb klagt der Wettmershäger Bürgerverein vor dem Verwaltungsgericht nun gegen das Land Niedersachsen.


  • September 2013: Hannover gibt nach: Landtagsabgeordneter Detlef Tanke teilt den Wettmershägern mit, dass der seit Februar amtierende Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) Tempo 30 anordnen will.

til

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