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Eltern für eine Woche: Schlaflose Nächte und viel Verantwortung

Rühen Eltern für eine Woche: Schlaflose Nächte und viel Verantwortung

Rühen. Mutter oder Vater zu sein, kann ganz schön anstrengend sein. Auch wenn es nur für eine Woche ist und die Babys Simulatoren sind. Diese Erfahrung machten jetzt sechs Schülerinnen und ein Schüler der Hauptschule Rühen.

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Projekt mit Baby-Simulatoren: Rühener Hauptschüler haben eine Woche lang getestet, wie es ist, Vater oder Mutter zu sein.

Quelle: Christina Rudert

Feiern oder weggehen ist nicht. Durchschlafen auch nicht. Sechs Neuntklässler und eine Achtklässlerin der Hauptschule Rühen hatten für eine Woche einen Baby-Simulator. Als sie die Puppen am Freitag wieder abgaben, sahen alle sieben ziemlich müde aus. Und alle waren froh, dass die Woche um ist.

„Zwischendurch hätte ich das Baby gerne bei Ebay eingestellt“, gibt Agnes Bönsch zu, und auch Kimberley Jahns hätte es gerne mal nachts in den Keller gesperrt. Artur Seifert, der einzige Junge in der Runde, hat mit seinem Baby Glück gehabt: „Ich konnte zwei Nächte schlafen.“

Schulsozialpädagogin Petra Bachmann hatte das Projekt zusammen mit Karla Kaufmann und Claudia von der Brelje von „Ready for life“ begleitet, die Samtgemeinde-Jugendpflege hat bei der Finanzierung geholfen. „Und die Gruppe hat das toll gemeistert“, sagt Karla Kaufmann. „Alle haben durchgehalten.“

Lisa Melzians Baby gluckst zufrieden. „Das Geräusch haben wir am liebsten gehört.“ Als Annika Bullerts Puppe sich rührt, weiß sie sofort, was zu tun ist: Mit wenigen Handgriffen wechselt sie gekonnt die Windel. Und Patricia Möller und Lisa-Marie Stujke bekräftigen die Einschätzung der anderen: „Kinderwunsch ja, aber später.“

Die Jugendlichen schätzen realistischer ein, dass ein Baby zu Schwierigkeiten in der Partnerschaft führen kann, dass man viel Verantwortung übernehmen und auf manches verzichten muss. Aber sinnvoll fanden alle das Projekt: „Wenn mich ein Achtklässler fragen würde, ob er das Projekt nächstes Jahr machen soll, würde ich ihm das empfehlen. Aber ich würde ihm auch sagen, wie anstrengend es ist“, sagt Artur Seifert.

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