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Gifhorn Stadt Eltern: „Der Schulweg ist nicht sicher“
Gifhorn Gifhorn Stadt Eltern: „Der Schulweg ist nicht sicher“
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00:26 02.11.2014
Besorgte Eltern: Die Anwohner des Baugebietes Im Brink sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg - der Landkreis hat dagegen keine Bedenken. Quelle: Photowerk (co)
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Die Eltern sind sauer: Ihre Kinder aus dem Baugebiet „Im Brink“ müssen sich zu Fuß auf den Weg zur Grundschule machen. Das sei insbesondere für Schulanfänger wegen des Schwerlastverkehrs zu gefährlich. In den vorigen Jahren hätten ihre Kinder noch Busfahrkarten vom Landkreis erhalten.

„Erst am 12. September, zu Beginn des Schuljahres, haben wir die Nachricht erhalten“, sagt Anwohner Dino Belletti. Für seine sechsjährige Tochter gibt der Landkreis keine Busfahrkarte aus. Die Nachricht kam für viele Eltern zu kurzfristig, die prompt Protest einlegten. Der Landkreis stellte Übergangsscheine aus.

Inzwischen gelten diese nicht mehr. „Wir haben Fahrgemeinschaften gebildet, je nachdem, wer wann berufstätig ist“, erklärt Mutter Brigitte Kühn. Sie weiß von rund 20 Familien, denen es ähnlich geht. Nun gebe es an der Schule jeden Morgen ein Verkehrschaos. „Wir sprechen hier von Erstklässlern“, betont Belletti. 40-Tonner brächten auf den vielbefahrenen Durchfahrtsstraßen die Kinder in Gefahr. „Wenn die Mülltonnen rausgestellt werden, bleiben den Kindern 60 Zentimeter Platz“, so Kühn.

Hintergrund: Der Schulweg wird in diesem Jahr erstmals flächendeckend mit einem neuen EDV-System bemessen, so Karsten Kreutzberg, Leiter des Fachbereichs Schule beim Landkreis. Auch müssten die Erst- und Zweitklässler nicht mehr zur Außenstelle in Lagesbüttel gehen, da sie seit Beginn des Schuljahres in Schwülper unterrichtet werden.

Der Landkreis habe die Vorgabe vom Kreistag, Busfahrkarten nur dann auszustellen, wenn die Schüler mehr als zwei Kilometer bis zur Schule zurücklegen müssen. Es sei denn, der Schulweg ist zu gefährlich. „Zum Beispiel entlang einer stark befahrenen Bundesstraße“, so Kreutzberg. Eine besondere Gefährdung sei aber in Schwülper nicht gegeben. „Wir haben uns die Situation vor Ort angeschaut“, so Kreutzberg.

Das sehen die Erziehungsberechtigten aus Schwülper anders. Sie fühlen sich übergangen. „Es hätte wenigstens ein persönliches Gespräch mit den Eltern geführt werden können“, kritisiert Belletti.

co

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