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Eiswasser und Stromschläge

Stüde Eiswasser und Stromschläge

Stüde. Der Tough Guy (harter Junge) in Mittelengland ist eins der härtesten Hindernisrennen der Welt. Mit dabei in diesem Jahr: die drei Stüder Dirk Kugel sowie Friedhelm und Nick Weidemann, Vater und Sohn.

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Sie wollten es wissen: Nick Weidemann (v.l.), Dirk Kugel und Friedhelm Weidemann waren beim härtesten Hindernisrennen der Welt, dem Tough Guy in Mittelengland.

Quelle: eingereicht

Die gute Nachricht vorweg: Alle drei haben überlebt.

Seit 1986 starten die harten Jungs jedes Jahr im Winter. Schlamm, Eiswasser, Klaustrophobie, Stacheldraht und Elektroschocks sind auf diesen 15 Kilometern inklusive. Das Startgeld der etwa 5000 Läufer finanziert eine Farm, auf der alte Pferde ihr Gnadenbrot bekommen.

Mehr als 200 Hindernisse liegen vor den Stüdern. Bei vier Grad plus und böigem Wind geht es los. „Es herrscht ein freundliches Chaos, Kampfgesänge werden angestimmt. Alle sind gut drauf“, berichtet Friedhelm Weidemann. Die drei Stüder haben sich komplett mit Vaseline eingerieben, „das soll zumindest etwas vor dem kalten Wasser schützen“.

Zum Warmwerden geht es einige Kilometer über Wiesen, Äcker und durch Dornen. „Schon sehr schnell müssen wir durch Wassergräben und sind bis zum Bauch nass.“ Die eigentlichen „killing fields“ kommen noch: Am ersten Hindernis gilt es, an Seilen und Netzen zwischen Stromkabeln zu klettern. Dann 300 Meter brusttief durchs Wasser, eine enge, dunkle Betonröhre bergauf, „die Knie und Ellenbogen sind blutig und brennen vor Schmerz“. Am schlimmsten erwischt es die Läufer im „Fear Tunnel“, „als wir fünfmal unter Stämmen durchtauchen müssen“. Die Rettungsdienste haben alle Hände voll zu tun.

In dem Stil geht‘s weiter. „Total unterkühlt und froh, dass es vorüber ist, erreichen wir das Ziel“, berichtet Weidemann. Nick Weidemann in 2:53 Stunden, Kugel in 3:21 Stunden, Weidemann senior in 3:34 Stunden. Auf der Ergebnisliste stehen 2228 Finisher, gut die Hälfte der Starter ist nicht angekommen. Erst nach Stunden hört das unkontrollierte Zittern auf. Weidemann: „Wir sind uns einig: Never ever again!“

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