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23:00 29.04.2014
Schüler lauschten gespannt: Der Wendschotter Manfred Krüger las aus seinem Búch „Aufbruch in ein neues Leben“, in dem er von seiner Jugend in und der Flucht aus der DDR erzählt. Quelle: Photowerk (jr 2)
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In ihm beschreibt der 62-Jährige aus Wendschott seine Jugend in und die Flucht aus der DDR.

Schon während der Schulzeit erwuchs in Krüger, der im Osten Berlins aufwuchs, eine tiefe Abneigung gegen die für seine individuelle Entwicklung beengenden und vom damaligen System hergestellten Verhältnisse. In der achten Klasse rebellierte er offen und verweigerte die Mitgliedschaft bei den Jungen Pionieren. Mit 18 Jahren fasste er schließlich gemeinsam mit einer Zufallsbekanntschaft den Entschluss, in den Westen zu fliehen.

Es gelang wider Erwarten im Jahr 1970. Er landete in Wolfsburg. Aber nach zwei Jahren ging Krüger über den Checkpoint Charlie in Berlin freiwillig zurück in die DDR: „Ich weiß nicht mehr warum“, so der Autor auf eine Frage aus dem Publikum. „Vielleicht weil ich hier allein war.“

Sieben Monate verbrachte er im Gefängnis, dann wurde er nach Westdeutschland abgeschoben - und kam wieder nach Wolfsburg, wo er bis zur Pensionierung vor drei Jahren bei VW arbeitete. Auch sein Buch schrieb er vor drei Jahren: „Für meine Kinder.“

Das Publikum der Lesung war sehr angetan und lauschte gespannt der Geschichte, die Manfred Krüger in einfachen, klaren Worten in seinem Buch erzählt. Lehrerin Katrin Kraschewski, die wie Krüger in Wendschott lebt, ebenso: „Alle Schüler sind nach der Wende geboren - jetzt haben sie eine Vorstellung davon, wie es vorher war.“

jr

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