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Eine Tafel gegen das Vergessen

Rühen Eine Tafel gegen das Vergessen

Rühen . Seit Freitag erinnert eine Gedenktafel an das unsägliche Leid von weit mehr als 300 Säuglingen und Kleinkindern ehemaliger Zwangsarbeiterinnen unter anderem aus Polen sowie der damaligen Sowjetunion, die im sogenannten „Ausländer-Kinder- und Pflegeheim“ am Ortsrand von Rühen zwischen 1944 und 1945 ums Leben kamen.

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Entüllung der Gedenktafel: Überlebender Juri Vasunez (l.) und Mechthild Hartung (2.v.r.) sowie Schüler der Realschule.

Quelle: Rolf-Peter Zur

Unter Federführung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) der Kreisvereinigung Wolfsburg nahmen eine große Anzahl Interessierte r an der bewegenden Feierstunde zur Enthüllung der Tafel teil.

Neben dem VVN/BdA erinnerten unter anderem Gewerkschafter sowie Superintendentin Dr. Hanna Löhnmannsröben aus dem Kirchenkreis Wolfsburg/Wittingen an die Schatten der Vergangenheit sowie an das Leid der Kinder und deren Eltern.

„Die Gedenktafel soll Erinnerung wachhalten und Mahnung zugleich sein, um eine Wiederholung der Geschichte zu vermeiden“, so Mechthilde Hartung vom VVN/BdA. Hartung führte durch die rund einstündige berührende Feierstunde, die mit Liedern und fiktiven Geschichten über Kinder aus dem Kinderlager von Schülerinnen und Schüler der Realschule am Drömling mitgestaltet wurde.

Juri Vasunets, der mit zwei weiteren Kindern das Lager überlebt hatte, verfolgte in Begleitung seiner Tochter Natalie aus der Ukraine den Festakt. In seinem sowie weiteren Wortbeiträgen wie aus den Niederschriften der damaligen Krankenschwester Sara Frenkel spiegelte sich das unvorstellbare Leid der Bewohner wieder, die im Volkswagenwerk sowie in der Landwirtschaft arbeiten mussten.

„Geschichte, die vergessen wird, wiederholt sich“, mahnte auch Klaus Lamek von der IG Metall.

rpz

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