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Gifhorn Stadt Eine Rundreise zu den Maibäumen
Gifhorn Gifhorn Stadt Eine Rundreise zu den Maibäumen
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16:02 01.05.2018
Fröhliches Fest: Der Feuerwehrmusikzug lud die Grußendorfer dazu ein, gemeinsam den Maibaum zu richten. Quelle: Ron Niebuhr
Landkreis Gifhorn

Früh dran waren die Grußendorfer mit ihrem Maibaum. Da es sich wochentags eher schwierig gestaltete, Helfer zu finden, richtete der Feuerwehrmusikzug um Lars Gentemann das Fruchtbarkeitssymbol diesmal schon am Samstag – also zwei Tage eher als sonst. „Es ist unser 24. Maibaumfest“, sagte Gentemann. Anfangs kümmerte sich der Gemischte Chor drum, später dann Chor und Musikzug gemeinsam. Inzwischen liegt die Regie allein bei den Musikern. Die erfreuten die zahlreichen Besucher ebenso mit ein paar Liedern wie Feuerwehrchor und Jagdhornbläser. Den Maibaum hievte Martin Mersmann per Radlader in die Vertikale: „Mit Muskelkraft ist das ein schweres Ackern“, dankte Ortsbürgermeister Peter Schillberg.

Es ist guter Brauch, auf den Dörfern im Landkreis Gifhorn gemeinsam den Wonnemonat Mai zu begrüßen – im Regelfall mit einem Maibaum. Die AZ ging auf Rundreise zu einigen Maibäumen.

Sein 700-jähriges Bestehen feiert Schönewörde – und hat deshalb zum Aufstellen des Maibaums den Platz neu gestaltet. Die Idee dazu hatten Sonja Meinecke, Malte Jäger, Gudrun Jäger und die musikalische Leiterin des Spielmannszuges, Edda Mai. Malte Jäger, gelernter Landschaftsgärtner, zeichnete die Pläne: behindertengerechter Zugang, Sitzbank, Rundumeinfriedung mit altem Natursteinpflaster, Rasenfläche, Säulenwacholder und Rosenbeet. Zahlreiche Helfer aus dem Spielmannszug, der für das Maibaumaufstellen in Schönewörde zuständig ist, legten bereits im März bei der Umgestaltung Hand an – und ließen es sich auch jetzt nicht nehmen, bei der Einweihung des Platzes am Montag dabei zu sein, ebenso wie viele Bürger des Ortes.

Ebenso wie in Schönewörde wurde auch in Müden ausgelost, wo welches der 42 Wappen am 16 Meter hohen Baum hängt. Mit Bowle von den Landfrauen, Frühlingsliedern vom MGV Polyhymnia und fetziger Musik vom Spielmannszug feierten die Müdener das 20. Aufstellen des Baums, was die Hau-Ruck-Truppe mit ausgeklügeltem System übernahm. Andreas Wietfeld, als Vorsitzender des Schützenvereins quasi Gastgeber, freute sich über den gut gefüllten Platz: „Weil am Vormittag des 1. Mai immer weniger Leute kamen, haben wir den runden Geburtstag zum Anlass genommen, schon am Vorabend zu feiern.“ Erstmals mit Tanz in den Mai und einer Mai-Königin.

In Kästorf hatten die Landfrauen einen neuen Kranz für den Maibaum gebunden. „Der alte war etwas vom Wetter mitgenommen“, erklärte Jörg Düsterhöft, Sprecher der Kästorf-Freunde, die seit 16 Jahren den Baum aufstellen, unterstützt vom Kran der Dachdeckerei Schacht. „Und der Musikzug der Feuerwehr Betzhorn peppt den Abend etwas auf“, freute sich Düsterhöft.

Schnell waren die starken Männer mit den Stangen, ratzfatz stand der Vordorfer Maibaum – trotz starker Windböen. Mit dabei waren auch der Schulchor der Grundschule und der Vordorfer Musikverein. Später wurde am Gasthaus zur Post mit dem Musikverein und vielen Dorfbewohnern weiter gefeiert.

Calberlah leistet sich sogar ein eigenes Maibaumgremium. „Ich glaube, seit Ende der 1980er Jahre gibt es uns“, sagt Hans-Ehrhard Vorlob, seit sechs Jahren Vorsitzender. Während die Feuerwehr für den technischen Vorgang des Aufstellens zuständig ist, organisiere das Gremium alles drumherum. „Zum Beispiel, welcher Verein mit dem Ausschank dran ist.“

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