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Eine Liebe im virtuellen Raum

Gifhorn Eine Liebe im virtuellen Raum

Eine ausgesprochen kurzweilige Liebesgeschichte via E-Mail - am Dienstagabend in Gifhorns Stadthalle zu sehen unter dem Titel "Gut gegen Nordwind".

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„Gut gegen Nordwind“: Ralf Bauer und Ann-Cathrin Sudhoff begeisterten in der Gifhorner Stadthalle.

Quelle: Michael Uhmeyer

Ein kurzweiliges Theaterstück nur aus dem E-Mail-Verkehr zweier Protagonisten - geht das? Das geht. Und wie! Davon überzeugte sich am Dienstag ein begeistertes Publikum, das in der ausverkauften Stadthalle die Aufführung von „Gut gegen Nordwind“ verfolgte - in einer gelungenen Inszenierung von Ulrike Zemme und Autor Daniel Glattauer, mit zwei herausragenden Akteuren.

Diese Aufführung ist eine Adaption des Buch-Bestsellers von Daniel Glattauer. Alles beginnt mit einem Buchstabendreher. Eine E-Mail von Emmi Rothner (gespielt von Ann-Cathrin Sudhoff) landet versehentlich bei Leo Leike (Ralf Bauer). Es entspinnt sich ein angeregter E-Mail-Verkehr.

Zunächst kommunizieren die beiden nach eigener Aussage im „luftleeren Raum“. Der wird aber bald mit Gefühlen gefüllt. Sie mögen sich, sie lieben sich auf einer virtuellen Ebene, sie verlangen einander. „Das ist wie Telefonsex, nur ohne Telefon und ohne Sex“, sagt er. Aber treffen sie sich auch?

Es entwickelt sich eine Dynamik, getragen von der hohen Spielkunst der beiden aus dem Fernsehen bekannten Darsteller. Sie agieren auf der Bühne nebeneinander, in zwei verschiedenen Zimmern auf der Bühne, getrennt nur durch eine virtuelle Wand.

Immer wieder ziehen sie ein Treffen in Erwägung. Dazu kommt es aber nicht. „Wir könnten das nicht leben, was wir schreiben“ mailt Leo.

Schließlich sind es ausgerechnet wieder zwei Buchstaben, die die E-Mail-Beziehung beenden. Emmis Mann nennt sie zum ersten Mal nicht „Emma“, sondern Emmi. Sie ahnt, dass er von Leo weiß. Der Zauber ist verflogen.

Unter dem lang anhaltenden Applaus kommt es dann doch zu einem Kuss - allerdings küsst Ralf seine Kollegin Ann-Cathrin und nicht Emmi Leo. Das Publikum gönnt es ihnen, wie es diesen Kuss auch Emmi und Leo gegönnt hätte - und dankt beiden für einen grandiosen Theaterabend.

fed

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