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Eine Hoitlingerin in Japan: Kristin Grube studiert dort

Hoitlingen Eine Hoitlingerin in Japan: Kristin Grube studiert dort

Asien hat sie schon als Kind fasziniert – der Vater machte Wushu, Kristin Grubes Interesse galt China. In der Pubertät entdeckte sie Japan, und inzwischen ist die 22-jährige Hoitlingerin mit den Studienfächern Japanologie und Soziologie zum dritten Mal im Land der aufgehenden Sonne, dieses Mal für ein ganzes Jahr.

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Tagsüber arbeiten, am Abend feiern: Die Hoitlingerin Kristin Grube mit japanischen Studenten auf einer Sprachreise – die Japaner lernen Deutsch.


Per Mail berichtet sie der AZ, wie es sich in Tokyo so lebt als Ausländerin, noch dazu als hellblonde Deutsche.
„Ich falle auf wie ein bunter Hund“, schreibt Kristin Grube. Häufig müsse sie, gerade auf belebten Plätzen, als Treffpunkt herhalten, denn „mich finden sie immer“. Manche Japanerin fragt, wenn sie die Europäerin etwas besser kennt, ob sie die Haare mal anfassen dürfe, „sie sind viel dünner und weicher als die japanischen“.
Anfangs seien viele Japaner Ausländern gegenüber etwas reserviert, ist Kristin Grube aufgefallen. Jedenfalls die, die im Alltag nicht viel mit Ausländern zu tun haben. Wer sich mit fremden Kulturen befasst oder dienstlich mit Ausländern zu tun hat, sei da viel offener. „Man muss nur aufpassen, dass man nicht nur Englisch mit ihnen spricht.“ Denn häufig seien Japaner der Meinung, ihre Sprache sei so schwer, „dass ich einfach kein Japanisch können kann“.
Was ihr in Japan aufgefallen ist: „Die Menschen sind sehr hilfsbereit. Und der Service, der ist einfach genial.“ Ach ja, und sogar in der Rushhour, wenn Millionen Menschen in Tokyo in die Bahnen strömen, ist jeder Zug „auf die Sekunde“ pünktlich.
Neben dem Sprachstudium studiert Kristin Grube die Kultur, eher aktiv, wie sie sagt: „Auch durch meine japanischen Freunde.“ Und durch Studienreisen, so genannte Gasshukus. Die Hoitlingerin berichtet von einer solchen Reise, bei der sie Deutsch lernende Japaner begleitete. „Tagsüber wird gearbeitet, abends wird zusammen gegessen, etwas getrunken und gespielt.“ Dabei habe sie nicht nur japanische Gewohnheiten und Redewendungen kennen gelernt, sondern auch festgestellt, „wie wenig Alkohol Japaner vertragen“.
Das Essen bereitet der Studentin keine Probleme – von Ausnahmen mal abgesehen. Zum Beispiel den gegrillten Oktopus-Bällchen, „wo einem der Arm entgegen kommt, wenn man abbeißt und nicht alles in den Mund nimmt“.
Noch etwas offen ist die Zukunft nach dem Studium: Kristin Grube könnte sich gut vorstellen, nach dem Studienabschluss in Halle für ein oder zwei Jahre nach Japan zurückzugehen und zu unterrichten – und nebenbei die Sprache perfekt zu lernen.

tru

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