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Einbrüche im Kreis: Oft stecken Banden dahinter

Spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei Einbrüche im Kreis: Oft stecken Banden dahinter

Der Gassi-Gang mit dem Hund oder der Kurz-Einkauf im Supermarkt: 15 Minuten Abwesenheit der Hausbewohner reichen Einbrechern, um Beute zu machen. „325 Wohnungseinbrüche gab‘s 2016 - 70 Prozent durch Banden verübt“, schätzt Kripo-Chef Uwe Ramme. Seine Ermittlungsgruppe (EG) „Wohnhaus“ hält dagegen.

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Spontan und skrupellos: Oft stecken Banden hinter den Einbrüchen, die im Kreisgebiet verübt werden.

Gifhorn. „Doch das ist nicht einfach“, erklärt der Erste Kriminalhauptkommissar. Die EG, die bereits 2014 gegründet worden ist, habe es mit überregional operierenden Tätern zu tun. „Tatorte werden häufig nicht mehr ausbaldowert - es wird spontan agiert“, so Ramme. Wenn es Probleme mit gut gesicherten Fenstern oder Terrassentüren gebe, würden kurzerhand Scheiben eingeworfen. „Wenn es keiner hört, sind die Täter drin“, so Ramme. Meistens hätten es die Banden auf Schmuck und Bargeld abgesehen. Nur selten zählten Flachbildfernseher und andere elektronische Großgeräte zur Beute, bezieht sich Ramme auf einen Fall im Papenteich. Dort hätten Einbrecher in Arbeitskleidung und mit Sackkarre einen Kleintransporter mit ihrer Beute voll geladen.

Der Landkreis sei für die Banden „geografisch attraktiv“. Fluchtrouten seien A 2, A 391 oder A 39. „Die Beute wird auf Rastplätzen umgeladen, dort tauschen die Täter auch Fahrzeuge“, sagt Ramme.

Die Ermittlungsgruppe arbeite längst über Bundesländer-Grenzen von Bundesländern hinweg. „Banden die im Landkreis tätig waren, sind tags darauf schon am Bodensee aktiv - das belegen DNA-Spuren“, so der Kripo-Chef.

Eine Zunahmen der Wohnungseinbrüche seit 2011 um 60 Prozent: Ramme weiß, dass es ohne Mithilfe der Bevölkerung nicht gelingt, die Täter zu fassen. „Verdächtige Beobachtungen umgehend melden“, lautet darum sein Appell. In Lagesbüttel seien so durch Hinweise couragierter Nachbarn zwei Einbrecher aus Litauen festgenommen worden.

62 Wohnungseinbrüche gab es im Landkreis in den ersten drei Monaten dieses Jahres, 107 waren es im Vergleichszeitraum 2016: Ramme hofft nun, dass dieser rückläufige Trend anhält. Die EG hat trotzdem genug Arbeit.

ust

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