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Einbruchsopfer: „Fühle mich zuhause nicht mehr wohl“

Kreis Gifhorn Einbruchsopfer: „Fühle mich zuhause nicht mehr wohl“

Sich daheim nicht mehr sicher fühlen: Das wiegt für Einbruchsopfer viel schlimmer als der Verlust von Wertgegenständen. Eine Erfahrung, die auch Heidemarie und Herbert Warnecke aus Lagesbüttel gemacht haben. Sie hatten innerhalb von gut einem Jahr dreimal ungebetenen Besuch.

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Einbruchsopfer Herbert Warnecke: Zweimal stiegen Einbrecher durch dieses Schlafzimmerfenster ein, einmal baldowerte ein anderer auf der Terrasse genau dieses Fenster schon wieder aus.

Quelle: Michael Uhmeyer / Archiv

Ohne Pfefferspray verlässt Heidemarie Warnecke das Haus nicht mehr, auch wenn es nur mal mit dem Hund durch die Siedlung geht. 30 Jahre lang habe das Knacken des Fertighauses ihr nichts ausgemacht, nun schrecke sie bei jedem auf. Und wenn einer der zehn rund um das Haus installierten Bewegungsmelder Licht einschaltet, schaut sie sofort nach.

Am 3. Januar schalteten die nach dem zweiten Einbruch installierten Geräte nicht wegen Nachbars Katze das Flutlicht auf der Terrasse ein, sondern weil ein Unbekannter das Schlafzimmerfenster ausbaldowert hatte. Das Ehepaar schlug den Unbekannten in die Flucht durch den Kirschlorbeerbusch. Tage später sah sie den Mann wieder im Ort, eine Fahndung mit Phantombild blieb bislang erfolglos.

„Ich fühle mich überhaupt nicht mehr wohl“, sagt die Lagesbüttelerin. „Das sind doch keine Zustände.“ Auch ihr Mann (73), der sich als wenig furchtsam beschreibt und im Gegensatz zur Gattin das Haus nicht verkaufen will, sieht die Lebensqualität eingeschränkt. Er hat schon mehrfach Kennzeichen von langsam durch die Straße fahrenden Autos an die Polizei weiter gegeben. „Wir sind unheimlich misstrauisch geworden.“ Und eines steht schon fest: Urlaub machen Warneckes in diesem Jahr getrennt und nacheinander, so dass das Haus nicht allein bleibt.

rtm


AZ-INFO


Chronologie einer Einbruchsserie

Zwei Einbrüche, ein Versuch: Schon dreimal haben Heidemarie und Herbert Warnecke aus Lagesbüttel ungebetenen Besuch gehabt. Kosten, Verhandlungen mit der Versicherung und Angst vor neuen Einbrüchen zermürben das Ehepaar. Eine Chronologie...

Im November 2012 schlagen zum ersten Mal Einbrecher bei Warneckes zu. Sie brechen von der Terrasse aus das Doppelfenster des Schlafzimmers auf, während die Bewohner im Urlaub sind. Ihre Beute: unter anderem eine Armbanduhr. Das Ehepaar lässt sich daraufhin von der Polizei beraten und rüstet alle Fenster und die Terrassentür mit zusätzlichen abschließbaren Riegeln nach.

Trotzdem steigen im Oktober 2013 wieder Unbekannte in das Haus ein, wieder durch das Doppelfenster, wieder als Warneckes im Urlaub sind. „Das muss mit großer Gewalt gemacht worden sein“, sagt Herbert Warnecke. Das Doppelfenster liegt aus der Verankerung gerissen auf dem Bett und muss komplett ersetzt werden.
Die Beute: hochwertige Parfüms und Rasierwasser sowie ein Handtuch. Der Gesamtschaden erreicht laut Warnecke fast einen fünfstelligen Betrag. Er lässt zehn Bewegungsmelder und Lampen rund ums Haus installieren und rüstet von Kunststoff- auf Aluminiumjalousien um.

Trotzdem steht keine drei Monate später ein Unbekannter abends auf der Terrasse und baldowert das Schlafzimmerfenster aus. Das Ehepaar schlägt den Mann in die Flucht, Heidemarie Warnecke wird ihn Tage später noch zweimal im Dorf sehen – auf einem weißen Mountainbike und in einem Auto mit Kennzeichen aus Salzgitter.

rtm

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