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Eichenpfähle zum Schutz vor Hochwasser

Gifhorn Eichenpfähle zum Schutz vor Hochwasser

Die Gifhorner schützten sich bereits im frühen Mittelalter vor dem Hochwasser von Aller und Ise. Beleg dafür ist der Fund einer historischen Uferbefestigung auf der Stadtvillen-Baustelle an der Adenauer-Straße. Auch eine alte Wasserleitung aus Eichenholz tauchte bei den Baggerarbeiten auf.

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Historische Funde: Heinz Gabriel hat Uferbestigungspfähle, eine Wasserleitung und Keramikreste entdeckt.

Quelle: Photowerk (cc)

Gifhorn. „Ich hatte damit gerechnet, an dieser Stelle auf diese Funde zu stoßen“, sagt Heinz Gabriel, Beautragter der Kreisarchäologie. Er hatte erst vor kurzem Gifhorns Mammut-Findling und eine Leitung der früheren Heller-Quelle auf einer Baustelle an der Lüneburger Straße entdeckt (AZ berichtete).

Der neue Sensationsfund an der Adenauer-Straße gibt Hinweise auf die frühere Lage von Aller und Ise. „Das Flussdelta entsprach in etwa dem heutigen Verlauf der Adenauer-Straße“, erklärt Gabriel.

Die aus Eichenpfählen bestehende Uferbefestigung habe sich auf eine Länge von 40 Metern diagonal durch die Stadtvillen-Baustelle gezogen. „Die 150 Pfähle - sie sind bis zu zwei Meter lang - wurden in verschiedenen Phasen ins Erdreich getrieben“, so der Fachmann. Das habe inzwischen eine Altersbestimmungen der Hölzer durch das Deutsche Archäologische Institut Berlin bestätigt. Eine Eiche, aus der ein Pfahl hergestellt worden war, wurde im Jahr 1184 gefällt. Ein weiterer Pfahl stamme aus dem Jahr 1535. Die genaue Datierung des Wasserrohres - auch Pipe genannt - stehe noch aus.

Die Stadtvillen-Baustelle hielt für Gabriel noch weitere Überraschungen bereit. Er stellte eine Steganlage und in deren unmittelbarer Nähe ein künstlich angelegtes Wasserbecken fest. „Darin wurden vermutlich in Aller und Ise gefangene Fische bis zum Verkauf auf dem Markt frisch gehalten“, vermutet Gabriel. Zudem fand sich in der Baugrube Gebrauchskeramik aus dem Mittelalter.

ust

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