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Gifhorn Stadt Dürre macht Weihnachtsbäumen richtig Stress
Gifhorn Gifhorn Stadt Dürre macht Weihnachtsbäumen richtig Stress
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20:00 30.07.2018
Spätfolgen der Rekordhitze: Die Weihnachtsbäume leiden – das kann die Qualität beeinträchtigen. Quelle: Cagla Canidar Archiv
Gifhorn

Bastian Ehrhardt vom Gut Brenneckenbrück hat schon lange nicht mehr bei seinen Weihnachtsbäumen nach dem Rechten geschaut, geschweige denn sie beregnet. „Wir kommen gar nicht dazu, weil wir gerade andere Probleme haben.“ Blattfrüchte und Mais stehen an erster Stelle. 260 Millimeter Niederschlag zu wenig gebe es seit Jahresbeginn. Ehrhardt setzt darauf, dass seine Weihnachtsbäume klar kommen auf ihrem Standort: „Sie stehen in Schneisen im Wald. Da gibt es viel Schatten.“

Standortsuche ist grundlegend

„Wir haben noch keine Trockenschäden festgestellt.“ Annette Siemer vom Forsthof Grußendorf macht sich dennoch Gedanken. „Gleichwohl ist die Hitze für die Weihnachtsbäume Stress.“ Vor allem junge Anpflanzungen seien in Gefahr. Dennoch: „Wir beregnen zurzeit die Heidelbeeren.“ Der Forsthof setzt auch darauf, dass die Nadelbäume mit Trockenheit auskommen.

Die können das grundsätzlich auch ab, weiß Förster Ernst-Christian Schölkmann, der selbst eine Weihnachtsbaumplantage betreibt. Aber: „Die leiden gewaltig. Es fängt jetzt auch an, Probleme zu bereiten. Ich habe die letzten 14 Tage nicht mehr hingeguckt. Ich kann es ja eh nicht ändern.“ Beregnen macht aus seiner Sicht keinen Sinn. Viel wichtiger sei vorher die Standortsuche, und da sieht er einen Vorteil mit dem lehmigen Boden nahe Vollbüttel.

Kunde wird nichts merken

Was bleibt dem Kunden übrig kurz vor Weihnachten? „Der Kunde wird es gar nicht merken“, winkt Schölkmann ab. Er rechnet zwar mit Verlusten bei den Plantagen, aber „der Markt an sich ist gesättigt“. Es gebe genug Ware.

Allerdings seien Abstriche in der Qualität zu machen. „Die Premiumware wird weniger und damit teurer.“ Ansonsten dürfte sich der Preis nicht ändern, vermutet der Experte.

Von Dirk Reitmeister

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