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„Dschungelcamp“: Bürgermeister kontern

Kreis Gifhorn - Flüchtlingspolitik „Dschungelcamp“: Bürgermeister kontern

Kreis Gifhorn. Seine Kritik an der Unterbringung von Asylbewerbern im „Dschungelcamp“ bei Ehra-Lessien richtet der Landesflüchtlingsrat an den Landkreis Gifhorn - und an die Kommunen. Diese Kritik weisen die Bürgermeister zurück.

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In der Diskussion: Die Unterbringung von Asylbewerbern in Ehra sorgt für Kritik, die Bürgermeister der Kommunen wehren sich.

Quelle: Archiv

„Die Aussage ist unsachlich und nicht zutreffend“, sagt Papenteichs Samtgemeindebürgermeister Helmut Holzapfel. Mehrfach habe er auf Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge Aufrufe gestartet, Anzeigen geschaltet. „Sie kommen einfach nicht an Wohnraum.“ Für ein Baugebiet in Eickhorst mit 40 Plätzen gebe es 180 Anfragen - so groß sei der „Siedlungsdruck“, sagt Holzapfel. Er könne keine Eigentümer zwingen, Wohnungen zur Verfügung zu stellen.

Isenbüttel ist so weit gegangen, vier Einfamilienhäuser zu kaufen. Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff hat bei der Wohnungssuche ähnliche Erfahrungen gemacht. Bei dieser Wohnungsknappheit bleibe dem Landkreis gar nichts anderes übrig, als zentrale Unterkünfte zu schaffen. Auch Isenbüttel habe sich nichts vorzuwerfen. „Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten bewegt. Es ist völlig daneben, von Hannover aus drauf zu prügeln.“ In Mitgliedsgemeinden fast nur Einfamilienhäuser, im Hauptort nur einige Mietshäuser: Auch René Weber in Wesendorf kommt kaum an Wohnungen. „Wir versuchen es.“ Er sieht sich in Konkurrenz zu Einheimischen mit schmalem Geldbeutel, die erschwinglichen Wohnraum suchen. Diesen Wohnungsmarkt leer zu räumen, berge sozialen Sprengstoff.

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