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Droht im Kreis schon wieder Hochwasser?

Wetter Droht im Kreis schon wieder Hochwasser?

Droht im Kreis Gifhorn schon wieder Hochwasser? Die Böden sind seit Monaten gesättigt, und für die kommenden Tage sind neue Regenfälle und Plustemperaturen im Harz vorhergesagt. Einen ersten Vorgeschmack erlebten Bewohner der Tankumsee-Siedlung.

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Hochwasser-Gefahr im Kreis Gifhorn: In der Tankumsee-Siedlung drohte Wasser in Häuser zu laufen.

Quelle: Cagla Canidar

Isenbüttel/Kreis GIfhorn. Die Stimmung ist gedrückt im Buchenweg. Für den Gang über ihren Rasen hat sich Jana Evers Gummistiefel angeschafft. Sie ist gerade wieder in ihre nach dem Hochwasser 2017 renovierte Doppelhaushälfte eingezogen – „Da musste der ganze Fußboden raus“ –, schon steht wieder das Wasser vor der Tür. Die Feuerwehr hat nach dem Schauer am Mittag Schlimmeres verhindert.

Überschwemmung der K 45 droht

Überschwemmung der K 45 droht: Das Wasser der Oker überflutet bereits die Wiesen in Höhe des Volkser Sportplatzes.

Quelle: Hilke Kottlick

„Wir saufen regelmäßig ab“, sagt Viktor Kristleit aus der anderen Doppelhaushälfte. Es gebe in der Siedlung keinen Kanal fürs Regenwasser: Was nicht mehr auf den Grundstücken versickere, werde auf die Straße geleitet – und sammelt sich dann unten bei Evers und Kristleit.

„Die Riede ist auch wieder verdammt hoch“, sagt Christian Schaper, Einsatzleiter der Feuerwehr, die mit 15 Mann in der Tankumsee-Siedlung war. Das werde man wohl beobachten müssen.

Die Wetteraussichten dürften Kristleit und Evers wenig beruhigen. Am Nachmittag zog bereits das nächste großflächige Regengebiet über den Landkreis. Für die kommenden Tage sind leichte Niederschläge prognostiziert. Zwar wenig, aber: „Jeder Niederschlag führt dazu, dass jedes Gewässer sofort wieder ansteigt“, sagt Rolf Buhmann vom Aller-Ohre-Verband. Die Böden seien gesättigt, nehmen kein Wasser mehr auf. „Das ist leider die extreme Vorbelastung aus dem vergangenen Jahr.“

Dennoch bleibt der Waser-Fachmann entspannt. Die Überschwemmungsgebiete – etwa entlang der Aller zwischen Weyhausen und Gifhorn – hätten noch Aufnahmekapazitäten. In Sachen Riede in Isenbüttel „sind die Probleme einzuschätzen, die Feuerwehr weiß, wie sie reagieren muss“. Die Wehre seien offen, der Abfluss gewährleistet, sagt Buhmann. Mehr könne der Aller-Ohre-Verband zurzeit nicht tun.

Die Pegel von Ise, Aller, Oker und Schunter im Kreis Gifhorn zeigten am Mittwochnachmittag einen steigenden Trend. Drei könnten am Donnerstag die Meldestufe zwei erreichen, die Ise ihn übersteigen. Die Okertalsperre hat laut Harzwasserwerke noch Kapazitäten, Schmelzwasser aus den höheren Lagen aufzufangen. Auch für Torfhaus sind bis Samstag knappe Plusgrade vorhergesagt.

Weitere Informationen gibt es auf den Homepages des NLWKN und den Harzwasserwerken unter

http://www.harzwasserwerke.de/infoservice/aktuelle-talsperrendaten/

https://www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de/Karte

Am frühen Abend waren die ersten Feuerwehren – zum Beispiel in Wasbüttel und Jembke – wegen Sturmschäden im Einsatz.

Von Dirk Reitmeister

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