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Gifhorn Stadt Drogen: Fast sechs Jahre Haft für Gifhorner
Gifhorn Gifhorn Stadt Drogen: Fast sechs Jahre Haft für Gifhorner
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21:00 06.04.2018
Landgericht: Im Saal klickten die Handschellen. Quelle: Bettina Reese
Gifhorn/Hildesheim

 In Handschellen wurde der 22-jährige Angeklagte in den Gerichtssaal gebracht – und so muss er ihn auch wieder verlassen. Wegen bewaffneten Drogenhandels wurde der Gifhorner vom Landgericht Hildesheim zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Sein Verteidiger hatte noch gehofft, dass sein Mandant mit einer milderen Strafe von vier Jahren und drei Monaten davonkommt. Dann hätte der 22-Jährige direkt von der psychiatrischen Abteilung der Jugendanstalt Hameln zu einer Therapie in eine Entzugsklinik wechseln können. Der Mann ist krank. Zum einen ist er schwer von Drogen und Alkohol abhängig, zum anderen hatte ein Gutachter eine paranoide Schizophrenie beziehungsweise eine drogenassoziierte Psychose festgestellt.

Machete, Teleskopschlagstock und Butterflymesser in der Wohnung

„Den Weg ihres Verteidigers konnten wir nicht gehen“, hieß es bei der Urteilsverkündung. Die Beweisaufnahme habe ergeben, dass der Mann mit Drogen in nicht geringer Menge handelte, so Peschka weiter. Da Fahnder bei der Durchsuchung seiner Wohnung  neben den Drogen eine Machete, einen Teleskopschlagstock und ein Butterflymesser gefunden hatten, musste die Kammer von einem bewaffneten Drogenhandel ausgehen. Hier liegt das Strafmaß zwischen fünf und 15 Jahren.

Drogenverkauf um eigenen Konsum zu finanzieren

Der Kammer war klar, dass der 22-Jährige Drogen verkaufte, um seinen eigenen Konsum zu finanzieren. In den vergangenen Jahren sei er immer weiter abgerutscht. Zuletzt habe er sogar Crystal Meth und ein industrielles Lösungsmittel konsumiert. Als positiv bewertete das Gericht die Kooperationsbereitschaft des Angeklagten. Negativ fiel für den 22-Jährigen aus, dass er erst im Dezember 2016 wegen eines ähnlichen Delikts verurteilt worden war.

Die Kammer folgte dem Gutachter und ordnete eine zweijährige Unterbringung des Mannes in eine Entzugsklinik an. Vorher muss er aber noch acht Monate seiner Haftstrafe absitzen. „Ich bereue meinen Weg“, sagte der 22–Jährige vor der Urteilsverkündung. Mehrfach hatte er in den vergangenen Jahren versucht, von Drogen und Alkohol loszukommen – ohne Erfolg. Die Kammer hofft, dass er die Chance nutzt und der Druck aus der Freiheitsstrafe so groß ist, dass der 22-Jährige die Therapie durchhält.

Von Bettina Reese

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