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Gifhorn Stadt Drömling: Biosphärenreservat mit Jagd, Biber und Tourismus?
Gifhorn Gifhorn Stadt Drömling: Biosphärenreservat mit Jagd, Biber und Tourismus?
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21:00 09.04.2014
Info-Veranstaltung: Landvolk und Landkreis hatten zum Thema Drömling als Biosphärenreservat eingeladen. Quelle: Photowerk (jr)
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Neben Vertretern von betroffenen Kommunen und deren Verwaltungen waren auch Landwirte aus der Region unter den Zuhörern. Die erfuhren zunächst vom Ersten Kreisrat Detlev Loos, dass man, anders als im sachsen-anhaltinischen Teil des Drömlings, planerisch noch ganz am Anfang stehe.

Prof. Dr. Johannes Prüter, Chef des vor zehn Jahren eingerichteten Biosphärenreservats Elbtalaue, berichtete von dortigen Kooperationsprogrammen mit der Landwirtschaftskammer, nannte die Zahl von 2,6 Millionen Euro, die jährlich als Ausgleichs- und Erschwernis-Zahlungen geleistete würden, und hob die Bedeutung der „regionalen Entwicklung“ in einem Biosphärenreservat hervor, insbesondere beim Tourismus.

Kritischen Nachfragen aus der Zuhörerschaft zum Umgang mit Themen wie Beregnung oder Jagd begegnete Prüter mit der Feststellung, dass man in der Elbtalaue in jedem Fall „pragmatische Lösungen“ anstrebe. Grundsätzlich müsse in einem Biosphärenreservat Grünland erhalten werden und es dürfe kein tierischer Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden.

Bisweilen sei seine Arbeit, weil sie sowohl dem Naturschutzgedanken wie den Erwerbs-Erfordernissen Rechnung tragen müsse, „widersprüchlich und schwierig“. Auch Konflikte blieben nicht aus, beispielsweise bei den Themen Bioenergie-Erzeugung oder Biber. Dennoch oder deswegen sei die Elbtalaue „etwas besonderes“.

jr

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