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Dritte Kraft: Gifhorner Krippen haben sie

Gifhorn Dritte Kraft: Gifhorner Krippen haben sie

Gifhorn. Das Land Niedersachsen diskutiert noch, Gifhorn ist schon weiter: In städtischen Krippen gibt es seit einem Jahr drei Betreuungskräfte pro Gruppe. Das lässt sich die Stadt fast eine halbe Million Euro Personalkosten mehr pro Jahr kosten.

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Betreuung in der Kinderkrippe: Seit einem Jahr hat die Stadt Gifhorn dafür drei Fachkräfte pro Gruppe im Einsatz. Das Land diskutiert darüber noch.

Quelle: Foto: Archiv

Zehn Krippengruppen gibt es in der Stadt, 30 Sozialassistentinnen und Erzieherinnen sind dort tätig. Ob der höhere Betreuungsstandard für mehr Zuspruch gesorgt hat, kann Fachbereichsleiter Jens Brünig noch nicht beurteilen. Grundsätzlich steige die Nachfrage nach Ganztagsplätzen. Und es gebe Gruppen mit immer mehr Einjährigen - und je jünger das Kind, desto größer ist der Betreuungsaufwand.

Im Gegensatz zu Kindergärten gibt es in Kinderkrippen zusätzliche Aufgaben, etwa das Wickeln, sagt Bürgermeister Matthias Nerlich. „Wir haben die dritte Kraft eingeführt, weil es Signale aus den Einrichtungen gab, dass es mit zwei schwierig ist.“

Um Kosten etwas aufzufangen, wurde die Gruppenstärke von 13 auf 15 Kinder erhöht. Nun hofft die Stadt auch, vom Land Zuschüsse zu bekommen. Doch Nerlich und Brünig versprechen sich nicht zu viel. Bisher plane das Land nur, Sozialassistentinnen zu fördern, die Stadt habe aber auch Erzieherinnen. Und: 2015 sollen zunächst 20 Stunden gefördert werden, die Gifhorner arbeiten doppelt so lang.

Nerlich will der Politik vorschlagen, die Erstattungen des Landes weiter in Krippen zu investieren, etwa in Ausstattung. „Wer frühkindliche Erziehung ernst nimmt, steigert die Qualität.“

Insgesamt, also auch in Gruppen ohne städtischen Vertrag, gibt es laut Brünig zurzeit 184 Kinder in Krippen. Er rechnet damit, dass spätestens 2016 die 200er Marke geknackt wird, vielleicht auch schon im kommenden Jahr.

rtm

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