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Dreiste Betrugsmasche am Telefon

Landkreis Gifhorn Dreiste Betrugsmasche am Telefon

Landkreis Gifhorn. Durch geschickte Telefonate ergaunerten Betrüger im März 2014 bereits ca. 8000 Euro.

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Quelle: Symbolfoto

Am 3. März 2014 rief ein angeblicher Mitarbeiter der Rentenkasse einen 74-jährigen Mann aus dem Landkreis Gifhorn an, um ihm eine Rentenkürzung wegen angeblicher Spielschulden anzukündigen. Diese Maßnahme könne er aber durch eine Überweisung einer größeren Summe ins Ausland abwenden, so der freundliche Anrufer. Die Einzahlung sollte über den Bezahldienst (Western Union) bei der Postbank Gifhorn erfolgen.

Aufmerksamen Mitarbeitern der Postbank Gifhorn ist es zu verdanken, dass diese "dreiste" Betrugsmasche zunächst nicht zum Erfolg führte. Sie rieten dem Rentner zu Recht eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten und verweigerten den Geldtransfer. Dies schützte den Rentner jedoch nur kurzfristig, denn die Täter blieben hartnäckig und überredeten ihn das Geld anderweitig einzuzahlen. Sie bestellten ihm dafür ein Taxi, damit er das Geld bei einer Akzeptanzstelle in Celle einzahlen konnte.

Als er kurze Zeit später dort eine weitere Zahlung vornehmen wollte, schalteten die Mitarbeiter auch da die Polizei ein, um weiteres zu verhindern.

Ähnlich agierten die Täter im Falle eines 75-jährigen Mitbürgers am 4. März 2014, dem ein Gewinn in Höhe von 47.000 EUR am Telefon versprochen wurde. Er sollte zunächst Geld auf ein inländisches Konto überweisen. Nach dem Geldtransfer teilten die Täter mit, dass etwas schief gegangen sei und er nun Gelder per Bezahldienst (Moneygram) überweisen solle, um die Auszahlung zu sichern. Hierzu fuhr er zu einem "Treffen" nach Wolfsburg, wo eine Einzahlung bei einer Akzeptanzstelle erfolgte. Als es weitere Probleme gab, erstattete der Geschädigte selbst eine Anzeige. Trotzdem schafften es die Täter durch geschickte Gesprächsführung weitere Einzahlungsversuche durch den Geschädigten zu initiieren, die nur durch schnelle Reaktion der Postbank Gifhorn und die Kontaktaufnahme zur Polizei verhindert werden konnten.

Mit immer gleicher Masche, aber unter Verwendung anderer Geschichten (z.B. nachträgliche Zollgebühr für einen Teppichkauf ) fordern die Täter die Angerufenen zu Überweisungen per Bezahldienste ins Ausland auf oder auf inländische Konten unbekannter Personen. Die Gelder sind in kurzer Zeit von den Tätern abgeholt und endgültig verloren.

In der Mehrzahl der Fälle kann davon ausgegangen werden, dass die Täter aus Call-Center im Ausland (vermehrt Türkei) anrufen und hierzu das Internet nutzen, um ihre tatsächliche Telefonnummer zu verschleiern.

Die von den Anrufern behaupteten Schulden, Gewinne oder sonstige Versprechen sind erfunden und existieren nicht. Die im Telefondisplay angezeigte Rufnummer lässt keinen Rückschluss auf den Ort zu, von welchem tatsächlich angerufen wird.

Einige Banken raten ihren Kunden in solchen Fällen zu einer Anzeige, da hier in der Regel immer von einer Straftat ausgegangen werden kann.

Nehmen Sie diesen Rat ernst und veranlassen sie keine Zahlungen an für sie fremde Personen. Lassen Sie sich nicht von den geschickten Rednern einwickeln, sondern beenden sie diese Telefongespräche frühzeitig, um weiteren Betrügereien vorzubeugen.

ots

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