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Gifhorn Stadt Dreieinhalb Jahre Haft wegen schwerer Vergewaltigung
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20:00 12.03.2014
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Bis zuletzt beteuerte der Angeklagte seine Unschuld. Und tatsächlich gab es keine klaren Beweise, dass die Tat so begangen wurde, wie vom Opfer geschildert. Es stand Aussage gegen Aussage. Aber: „Es gibt viele kleine Mosaiksteine und Indizien, die den Vorwurf bestätigen. Wir haben keine Hinweise für eine Falschaussage des Opfers gefunden“, so die Richterin. Die Schilderungen des Angeklagten hingegen seien in einigen Punkten nicht plausibel.

In einer Dezembernacht im Jahr 2011 ist es passiert: Der junge Mann war bei dem mehr als 20 Jahre älteren Mann zu Gast. Beide kannten sich aus dem Dorf, der heute 44-Jährige war früher Jugendtrainer des 22-Jährigen. „Es bestand ein Vertrauensverhältnis“, so die Richterin. Das habe der Angeklagte ausgenutzt, seinem Opfer Bromazepam in einen Bananenshake gemischt und sich unter der Dusche oral an ihm vergangen. Das Gericht glaubte damit der Schilderung des Opfers.

Mit dem Urteil von dreieinhalb Jahren Haft folgte das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts. Möglich gewesen wären laut Staatsanwalt drei bis 15 Jahre. Der Verteidiger hatte Freispruch gefordert, es gelte die Prämisse „Im Zweifel für den Angeklagten“. Innerhalb einer Woche besteht die Möglichkeit, Revision einzulegen. Der Verteidiger sagte, dass er dazu auch tendiere.

alb

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