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Gifhorn Stadt Drei Bands heizen Punk-Fans ein
Gifhorn Gifhorn Stadt Drei Bands heizen Punk-Fans ein
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16:49 11.03.2018
Schnell in Stimmung: Das junge oder zumindest jung gebliebene Publikum ging richtig gut mit beim Konzert in der Grille. Quelle: Ron Niebuhr 3
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Gifhorn

You, Final Impact und Ramones Experience – oder anders gesagt: Grunge und Punk satt. Beim Konzert in Gifhorns Freizeit- und Bildungszentrum Grille gab es am Freitagabend kräftig was auf die Ohren. Das überwiegend junge oder zumindest jung gebliebene Publikum ging richtig gut mit.

Den Auftakt machte die in Groß Oesingen gegründete Band Ramones Experience. „Wir sind Ramones Experience! Hey ho, let’s go!“, riefen sie in die Runde. Und schon ging das stilecht mit zerrissenen Jeans, schwarzen Lederjacken und Perücken daher kommende Quartett auf der Bühne in der Grille musikalisch voll ab – eben genauso wie einst ihre großen New Yorker Vorbilder auf den Bühnen der ganzen Welt.

Am Freitagabend traten You, Final Impact und Ramones Experience im Gifhorner Freizeit- und Bildungszentrum auf. Die Punk- und Grunge-Fans gingen richtig mit.

Es folgten Final Impact und You. Erstere kommen aus Gifhorn, sind seit 2010 am Start und haben im Jahr 2015 ihr erstes Album veröffentlicht. Drummer Jonas Laue, Gitarrist Kevin Knocks, Bassist Jakob Lassak und Sänger Till Siedentopf setzen auf einschlägigen Punk-Rock, sprich alles, was das Genre so zu bieten hat. Die Grille mischten sie mit einer kraftvollen Liveshow auf, die zum Tanzen, Pogen und Grölen geradezu aufforderte.

You waren die jüngste Band des Abends. Jamie Oliver, Drummer der legendären Punkband UK Subs, hat sie erst 2017 in London gegründet. You stehen für Grunge-Pop und britischen Alt-Rock, sind stilistisch von Nirvana und Soundgarden, genauso aber von Beatles und Buddy Hollie, Radiohead und Foo Fighters beeinflusst. Ramones Experience holten das coole Trio, das es schon in die Charts der altehrwürdigen BBC geschafft hat, nach Gifhorn. Auch bei den hiesigen Grunge- und Punk-Fans kamen Lenny Verrallis (Gesang/Gitarre), Jamie Oilver (Schlagzeug) und Elliott Parkin (Bass) super an.

Jamie Oliver: You und UK Sub sind mein Ying und Yang

Beim Grunge- und Punk-Konzert in der Grille stand Jamie Oliver mit der Band You auf der Bühne. AZ-Mitarbeiterin Maren Kiesbye sprach mit dem Drummer, der auch in der legendären Band UK Subs spielt, über Fahrten zu Gigs mit dem Traktor und die Punk-Szene in England:

Hat schon länger Kontakte nach Gifhorn: Punk-Musiker Jamie Oliver (re., hier mit der Band You) trat am Wochenende in der Grille auf. Quelle: privat

Wie kam es zu eurer Freundschaft mit den Gifhorner Bands The Ramones Experience und Hoax?

Als die UK Subs 2015 nach Groß Oesingen kamen, hatten wir noch nie von den Bands gehört. Boris Neubrandt hatte das Konzert organisiert, und sein Sohn Jeremias holte uns am Hotel mit dem Traktor ab, was sehr lustig war. Wir dachten, kaum jemand würde zu unserem Auftritt kommen, aber das Konzert war komplett ausverkauft und wurde der beste Gig unserer ganzen Tour. Nach dem Auftritt haben wir die ganze Nacht bei Boris und seiner Familie zu Hause gefeiert. Seitdem sind wir Freunde.

Glaubst du, dass deine neue Band You musikalisch gut zu den Bands Ramones Experience und Final Impact passt?

Eigentlich ist es nicht so wichtig, ob sie zusammen passen. Wenn man Bands aus der frühen Punk-Ära betrachtet – The Damned, The Clash, The Ruts, The Sex Pistols – klingen die alle total unterschiedlich, aber sie sind alle aus derselben Zeit, aus derselben Szene, mit denselben Werten.

Als du im Jahr 2015 deinen letzten gemeinsamen Auftritt mit der Band Hoax hattest, warst du noch mit den UK Subs unterwegs, jetzt mit You. Wie würdest du die musikalischen Unterschiede zwischen deinen beiden Bands definieren?

UK Subs hat einen ziemlich harten, lauten Beat und ist durch Sänger Charlie Harper sehr blueslastig. Die Songs sind schnell, gitarrenlastig und haben meist einfache Arrangements. You dagegen ist dynamisch und von komplexen Bands wie Led Zeppelin und Nirvana beeinflusst. Es ist seltsam: Wenn ich mit den UK Subs zusammen bin, vermisse ich die Komplexität von You, und wenn ich mit You spiele, vermisse ich die Einfachheit der UK Sub-Songs. Die beiden Bands sind irgendwie mein Ying und Yang.

Inwiefern unterscheidet sich deiner Meinung nach die Punkmusik-Szene in Deutschland von der in England?

Die Musik-Szene in England ist zur Zeit ziemlich am Ende. Sie war früher mal das Rock’n’Roll-Mekka, aber sie stagniert schon lange. In Deutschland dagegen werden Bands richtig gut behandelt, sie werden bezahlt, bekommen Essen und einen Schlafplatz.

Von Ron Niebuhr

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