Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Kai Weber vom Flüchtlingsrat auf dem Roten Sofa
Gifhorn Gifhorn Stadt Kai Weber vom Flüchtlingsrat auf dem Roten Sofa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 24.08.2018
Abschiebung, Dublin-Verfahren, Willkommenskultur: Kai Weber (l.) vom Landesflüchtlingsrat stand Martin Wrasmann auf dem Roten Sofa im Café Aller Rede und Antwort. Quelle: Torben Niehs
Gifhorn

Probleme wie die politischen Versäumnisse beim sozialen Wohnungsbau könnten nicht den Flüchtlingen in die Schuhe geschoben werden, so Weber. Auch die Themen Abschiebung und Dublin-Verfahren wurden angesprochen.

„Wir waren lange hinter ihm her“, spielte Martin Wrasmann, der die Abende auf dem Roten Sofa moderiert, auf den engen Terminkalender Webers an. Der wiederum freute sich über „die breite Unterstützerszene in Gifhorn“.

Frage der Wahrnehmung

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, passt für Weber nicht zur Wahrnehmung: „Als 1990 100.000 Flüchtlinge kamen, hat eine Zeitung getitelt ,Berlin ertrinkt in Flüchtlingen’.“ 2015 waren es 890.000 Flüchtlinge, die mit einer euphorischen Willkommenskultur begrüßt worden seien, „deren Tragfähigkeit wir gleich in Frage gestellt haben“. Im gleichen Jahr sei eine Million Arbeitsmigranten gekommen und eine Million Auswanderer gegangen, „aber das wurde nicht wahrgenommen“.

Wrasmann sprach das Problem an, „dass wir eine Zahl von arbeitswilligen Flüchtlingen haben, die nicht arbeiten dürfen – aber die Rechtsprechung ist doch Auslegungssache. Oder?“ Weber erklärte: „Wer sich in einem Dublin-Verfahren befindet, steht rechtlich kurz vor der Ausreise, da gilt ein Arbeitsverbot.“

Härtefallregelungen möglich

Allerdings handhabten einige Landkreise das anders als Gifhorn. „Ein Kreis kann ein Verfahren an sich ziehen wegen Härtefällen wie Krankheit oder Pflegebedürftigkeit, auch eine Arbeitsmöglichkeit kann ein Grund für dieses Selbsteintrittsrecht sein“, so Weber. Das sei mit Arbeit verbunden, weil entsprechende Anträge an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gestellt werden müssten, aber es sei machbar. „Wir können die Landkreise rechtlich nicht verpflichten, in unserem Sinne zu handeln, aber es gibt Handlungsspielräume“, so Weber.

Thema Abschiebung: „Hier werden Menschen weggeschickt, nachdem sie zwei Jahre Deutsch gelernt und Integrationskurse besucht haben – das kostet auch was“, stellte Wrasmann fest.

Von Christina Rudert

Schon wieder hat der Serien-Brandstifter im Gifhorner Nordkreis zugeschlagen: Dieses Mal zündete der Unbekannte am Donnerstagabend Strohballen in Repke an, die am Dornbuschweg gelagert waren.

24.08.2018
Gifhorn Stadt Für Geld wurden Spielfahrzeuge angeschafft - VW-Betriebsrat spendet für „Miteinander“

Überall rollen Jungen und Mädchen auf ihren neuen Kinder-Fahrzeugen durch die Außenanlagen der Kinderbetreuung „Miteinander“ in Gifhorn. Eine Spende des Volkswagen-Betriebsrates über knapp 1500 Euro hat die Anschaffung der neuen Spielgeräte möglich gemacht.

24.08.2018

Die neueste Abzock-Masche von Trickbetrügern erlebte jetzt ein 65-jähriger Gifhorner. Ein angeblicher Mitarbeiter eines Energieversorgers drohte ihm, den Strom abzustellen. Der Rentner hatte die richtige Antwort parat.

26.08.2018