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Die meisten Fahrräder werden in Gifhorn geklaut

Tipps zum Schutz von Drahtesel Die meisten Fahrräder werden in Gifhorn geklaut

1817 erfand Karl Drais das Fahrrad, noch als Laufmaschine, aber schon mit zwei (unterschiedlich großen) Rädern, eins vorn, eins hinten. Und 200 Jahre später erfreut sich dieses Fortbewegungsmittel nach wie vor großer Beliebtheit, auch bei Langfingern.

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Vorbeugung ist das A und O: Heinz-Hermann Salge gibt Fahrradbesitzern wichtige Tipps.
 

Quelle: Jörg Rohlfs

Gifhorn.  Die Polizei gibt deshalb Tipps, wie man seinen Drahtesel sichert, für den man locker, erst recht wenn er über eine E-Motor-Verstärkung verfügt, vierstellige Euro-Beträge berappen kann. „Von Mai bis September werden die meisten Räder gestohlen“, weiß Andreas Sosniak von der Analysestelle der Gifhorner Kripo. Kein Wunder, bei schönem Wetter macht das Radeln noch mehr Spaß. Pro Monat würden dann 30 bis 60 Fälle im Landkreis angezeigt, ansonsten 20 bis 30. „Die Tatorte ziehen sich durch den gesamten Kreis“, so der Experte weiter.

Aber es gibt auch Ausreißer: Wittingen, wo im Schnitt 24 Räder pro Jahr einfach verschwinden, und Meinersen, wo es gar 38 sind. Mit Abstand die meisten Räder werden in Gifhorn geklaut, nämlich 175 pro Jahr. Hotspots sind dort die Nordhoffstraße (am Bahnhof) sowie der Steinweg (Fußgängerzone).

Um einiges besser, sowohl was die Aufklärungsquote als auch die Fallzahl betrifft, sähe die Statistik vermutlich aus, wenn die guten Ratschläge der Polizei von Fahrradbesitzern beherzigt würden. „Kleine Seilschlösser aus dem Supermarkt halten kaum Stand“, sagt Heinz-Hermann Salge, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Gifhorn.

Wer nicht wolle, dass sein Bike abhanden komme, müsse dieses schon mit einem massiven Bügel- oder Panzerkabelschloss sichern, dass sich „nicht in kurzer Zeit öffnen lässt. Außerdem sollten Räder und Rahmen an einem festen Gegenstand wie Laternenpfahl oder Fahrradständer verankert werden, um ein Wegtragen des Fahrrades zu verhindern.

Keinen Schutz vor Diebstahl, aber eine höhere Wahrscheinlichkeit, ein gestohlenes Rad zurück zu bekommen, bietet die Registrierung bei der Polizei, denn viele gestohlene Räder werden wieder aufgefunden.

Eine Zuordnung zum rechtmäßigen Besitzer ist durch die Registrierung gegeben: „Sie ist jederzeit in jeder Dienstelle in Niedersachsen möglich“, erklärt Salge. Aufgenommen werden Name und Anschrift des Besitzers, technische Daten des Rades, eine Auflistung fest verbauter Ausrüstung sowie die Rahmennummer. „Dieses Angebot wird auch sehr gut angenommen.“ Gut die Hälfte der Registrierungen seien mittlerweile E-Bikes.

Hat das Rad keine Rahmennummer oder eine andere individuelle Kennzeichnung, kann man diese vom Fachhandel, ADFC oder dem ADAC nachträglich anbringen lassen, sprich das Rad codieren lassen. „Als Alternative bietet der Fahrradhandel vereinzelt auch schon elektronische Kennzeichnungen an, bei denen ein Mikrochip mit den wichtigsten Daten in den Rahmen gesetzt wird“, so Salge.

Nicht nur, aber besonders bei High-End-Bikes lohne sich auch die Sicherung von einzelnen Fahrradteilen. Und zwar durch den Austausch von Schnellspannern an Sattel oder Rädern durch codierte Verschraubungen, die nur mit dem passenden Zentralcode-Schlüssel geöffnet werden können.

„Aber dann bitte daran denken, diesen Schlüssel auf keinen Fall in der Werkzeugtasche zu verstauen“, erinnert Salge auch an die Tücken der allerbesten Sicherheitstechnik.

Von Jörg Rohlfs

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