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Gifhorn Stadt Die Last der Gifhorner Jäger mit der Schwarzwildjagd
Gifhorn Gifhorn Stadt Die Last der Gifhorner Jäger mit der Schwarzwildjagd
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00:24 03.03.2018
Verstärkte Jagd auf Schwarzwild: Beim Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest spielen Gifhorns Jäger eine wichtige Rolle. Sie verweisen aber auch auf ihre Grenzen.  Quelle: Archiv
Gifhorn

 Freitag ist Vollmond. Das dürften sich viele Jäger bereits im Terminkalender eingekringelt haben. Vollmond bedeute gute Sicht. Für die Sauenjagd müssen die Jäger nachts raus. Die Schwarzkittel haben ihre Aktivitäten nämlich auch längst ins Dunkle verlegt.

Rund 177 Wildschweine sind in diesem Jagdjahr im Beritt des Gifhorner Hegerings geschossen worden, sagt Hegeringsleiter Joachim Keuch, im vorigen waren es 175, als im ganzen Kreis 2750 erlegt wurden. Ein hohes Niveau, trotzdem gebe es nicht weniger Sauen: „Kein anderes Wildtier bei uns hat so eine Vermehrungsrate.“ Eine Rolle spiele auch der großflächige Maisanbau. Das sei geradezu ein Schlaraffenland, das auch noch Deckung biete.

So ist die Reduzierung des Bestandes kein Selbstläufer. Im Gegenteil. „Wildschweine sind sehr anpassungs- und lernfähig“, sagt Thomas Reuter, Sprecher der Kreisjägerschaft. Um nicht zu sagen schlau: „Man könnte meinen, sie kennen die Reviergrenzen.“ Und könnten Menschen dahin gehend unterscheiden, wer ihnen Böses wolle. Entsprechend geschickt seien sie, sich einer Jagd zu entziehen.

Gifhorns Jäger stellen ihre Jagd um. Muttertiere, die Frischlinge mit sich führen, bleiben tabu, ansonsten ist die eigentlich ab demnächst geltende Schonzeit aufgehoben. Doch die Ideen haben ihre Grenzen. Drückjagden? Nur vereinzelt, winkt Reuter ab. „Ein ergeblicher Eingriff“, der andere Tiere störe. Es bleibe in der Regel bei Einzelansitzen. „Man kann nur versuchen, die Wildschweine immer wieder zu verunsichern.“ Etwa mit Jagden zu unterschiedlichen Zeiten, so dass sich die Tiere nicht mehr darauf einstellen könnten.

Wie in den USA mit Schnellfeuergewehren mit Nachtsichtzielfernrohren anlegen, um vom Vollmond unabhängig zu sein? Abgesehen davon, dass es nicht erlaubt ist, hat es aus Sicht Reuters „mit dem Waidgedanken in unserem Verständnis nichts mehr zu tun. Dann könnten wir auch die Bundeswehr einsetzen.“

„Die Jäger tun alles, was sie können“

Weniger Wildschweine, weniger Überträger der Afrikanischen Schweinepest: Das ist das Kalkül wenn es darum geht, den hohen Bestand an Schwarzkitteln auch in Gifhorner Wäldern zu verringern.

„Die Jäger tun alles, was sie können“, sagt Thomas Reuter, Sprecher der Kreisjägerschaft. Er verweist aber auf die Grenzen dieses Kampfs gegen die Seuche. „Wir sind Hobbyjäger, die das in ihrer Freizeit machen. Und die ist endlich.“

„Ich mag keine Prognose wagen“, sagt Joachim Keuch vom Hegering Gifhorn über die Wirksamkeit der verstärkten Jagd auf Wildschweine. Theoretisch könnte es etwas bringen, da die Inkubationszeit kurz sei und die infizierten Tiere somit den Virus nicht allzu weit tragen könnten. Bei einer durch die Jagd verringerten Dichte an Wildschweinen wäre der Weg zum nächstmöglichen Überträger dann vielleicht zu weit. Reuter gibt sich keinen Illusionen hin. „Ganz verhindern werden wir die Ausbreitung nicht können.“ Da seien andere Institutionen gefragt, sagt er mit Blick auf die Gefahren durch das achtlose Wegwerfen von Wurststullen, die den Erreger aus osteuropäischen Infektionsgebieten bereits mit sich brächten.

Von Dirk Reitmeister

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