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Die Krätze ist ausgebrochen

Gifhorn Die Krätze ist ausgebrochen

Mehrere Fälle der Krätze sind im Kreis Gifhorn aufgetreten. Von der Hautkrankheit betroffen sind das Christinenstift und der Tagestreff Moin Moin.

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Mehrere Krätze-Fälle in Gifhorn: Zusammen mit dem Gesundheitsamt will die Diakonie die Hautkrankheit im Christinenstift stoppen.

Quelle: Oliver Berg

Der 8. Oktober wird ein denkwürdiger Tag im Christinenstift. Dann werden Hunderte Bewohner und Mitarbeiter mit Spezialtabletten behandelt. Zudem ist Bett- und Unterwäsche auszutauschen und zu reinigen. „Wir werden Mitarbeiter aus anderen Einrichtungen mit dazu nehmen, um das zu bewältigen“, sagt Altenhilfe-Qualitätsmanager Christian König. Auch die Reinigungsfirma sei eingebunden.

Die Aktion läuft erst am 8. Oktober, weil das Spezialpräparat in Deutschland nicht zugelassen - gleichwohl auch nicht verboten - ist und somit über eine internationale Apotheke in Freiburg besorgt und dort abgeholt werden muss. Die Rezepte hat Gesundheitsamtsleiter Josef Kraft ausgestellt.

Bis dahin wird klassisch mit Salbe behandelt. Rund 30 Betroffene gibt es seit Anfang September, pro Woche kommen wegen der sechswöchigen Inkubationszeit ein bis zwei dazu. Die Salbe stoße an ihre Grenzen, so Diakonie-Sprecherin Ingetraut Steffenhagen. Nun soll das Spezialmedikament die Krätze stoppen, was die Diakonie mangels Zulassung selbst bezahlen muss. Die Tabletten kosten 15.000 Euro.

Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige seien über Schutzmaßnahmen informiert, so Steffenhagen. Gefahr für Besucher des Christinenstifts bestehe nicht. Krätze werde nur bei engem Kontakt oder über Wäsche übertragen, so Kraft. Er hat Ärzte und Kliniken im Kreis informiert, bei Patienten mit Juckreiz aufmerksam zu sein. Die letzten Krätze-Fälle „in diesem Ausmaß“ habe es 1998 und 2005 gegeben.

rtm

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