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Gifhorn Stadt Der Wolf ist angekommen, das Niederwild geht
Gifhorn Gifhorn Stadt Der Wolf ist angekommen, das Niederwild geht
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00:17 06.03.2018
Hohe Verdienste im Hegering Gifhorn: Hegeringleiter Joachim Keuch (r.) zeichnete Mitglieder aus und vergab Jägerbriefe. Quelle: Christina Rudert
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Gifhorn

Eine Ferienspaßaktion der Jäger im Sommer? Bürgermeister Matthias Nerlich hatte bei der Hauptversammlung des Hegerings Gifhorn am Freitagabend kaum darum geworben, da stellte Hegeringleiter Joachim Keuch gleich ein Konzept vor. „Wir müssen dann nur genügend Jäger finden, die bereit sind, mit Kindern anzusitzen.“

Themen haben die Jäger des mit 171 Mitgliedern – zwei mehr als im Vorjahr – größten Hegerings des Landkreises genug, das wurde in Keuchs Jahresbericht deutlich. „Der Wolf ist nachweislich in Gifhorn angekommen“, stellte er fest. Es gibt eine Sichtung im Ringelah, auf der B 4 ist eine Fähe totgefahren worden.

Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit

Jahr für Jahr geht es um die Leinenpflicht für Hunde in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli und uneinsichtige Hundehalter „Der Jagdinstinkt ist beim Hund nun mal da“, berichtete Keuch von einem Vorfall in der Feldmark bei Kästorf, wo ein Hund – zur absoluten Überraschung seiner Halterin – ein Reh runtergezogen habe, welches dann erschossen werden musste. Er empfahl den Jägern, Hundehaltern in ihren Revieren einen der neu aufgelegten Flyer der Stadt zu diesem Thema in die Hand zu drücken.

Auch die Zahl der Wildunfälle sei nach wie vor zu hoch – „trotz unserer Versuche, gegenzusteuern, werden sie nicht weniger“, stellte Keuch fest. Das liege aber auch am stetig wachsenden Verkehr.

Ehrungen

Für besondere Verdienste um das deutsche Waidwerk erhielt Günter Windolf die Bronzenadel der Landesjägerschaft.

Für langjährige Mitgliedschaft im Hegering Gifhorn wurden geehrt: Fritz Hempel senior (65 Jahre), Günter Windolf (60 Jahre), Wilfried Liedke (50 Jahre), Dieter Bock (40 Jahre), Tim Georg und Christian Lampe (25 Jahre).

Den Jägerbrief für die bestandene Jägerprüfung erhielten Anika Wolter, Karsten Hochwald sowie Katrin und Daniel Forental.

Ernst-Dieter Meinecke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, berichtete von zwingend erforderlichen Baumaßnahmen am Schießstand in Westerbeck, wo die bleihaltige Munition aus den Auffangwällen entfernt werden muss. „Das kostet um die 260.000 Euro.“ Davon übernehmen 100.000 Euro die Landesjägerschaft, 30.000 Euro der Landkreis, dank einer Rückerstattung der Umsatzsteuer blieben für die Kreisjägerschaften Gifhorn, Wolfsburg und Helmstedt als Nutzer etwa 90.000 Euro. „Wir werden deshalb unseren Beitrag um 13 Euro pro Jäger erhöhen“, kündigte er an, die Landesjägerschaft erhöht um weitere zwölf Euro.

Der Schießstand in Westerbeck: Die Wallanlagen sollen verändert werden. Quelle: Joachim Dürheide (Archiv)

Damit es bei diesen einmaligen Kosten bleibt, soll anschließend eine Teichfolie die Wälle einhüllen, an der die Munition ebenso wie Tontauben-Reste abprallen und sich am Fuß der Wälle auf einer Asphaltbahn sammeln. „Dann lässt sich das einfach abfegen“, erklärte Meinecke.

Dem massiven Rückgang des Niederwilds widmete sich der Hegering ausführlich, Jens Krüger, Ausbilder der Jägerschaft im Landkreis Verden, hielt darüber einen anschaulichen Vortrag.

Von Christina Rudert

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