Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Demo gegen Gammel-Pavillon: Kreistagsmehrheit bleibt hart

Gifhorn Demo gegen Gammel-Pavillon: Kreistagsmehrheit bleibt hart

Gifhorn. Fast 1000 Protest-Unterschriften und eine Demo mit 200 OHG-Schülern beeindruckte die Kreistagsmehrheit nicht: SPD, Linke, Piraten und Grüne verlagern die OHG-Außenstelle – das Gebäude wird 2014 umgebaut – für zwei Jahre in den  ungeliebten „Gammel-Pavillon“. Geld für eine vom OHG favorisierte Container-Lösung am Katzenberg-Hauptgebäude wurde im Haushalt nicht bereit gestellt.   

Voriger Artikel
Einbruchstour mit Minibagger
Nächster Artikel
Junge Frau rast gegen Baum: Schwer verletzt

Demo gegen den Gammel-Pavillon: Kurz vor der Kreistagssitzung gingen gestern fast 200 Schülerinnen und Schüler des OHG auf die Straße.

Quelle: Photowerk (mpu)

Ein CDU-Antrag, der darauf abzielte, einen dementsprechenden Schulausschuss-Beschluss ernst zu nehmen und die Container-Lösung zu ermöglichen, setzte die Kreistagsmehrheit gleich zu Beginn der Sitzung kurzerhand ab.

„Sie machen uns nicht mundtot“, hatte CDU-Fraktionschef Helmut Kuhlmann daraufhin einen weiteren Antrag formuliert, um das Geld für die Container im Zuge der Etatberatungen bereit zustellen.

Kritik an einem Vater, der in einem AZ-Leserbrief Gesundheitsgefahren für Schüler in dem „Gammel-Container“ befürchtete: Rolf Schliephacke (SPD) verwahrte sich gegen solche Vermutungen und Behauptungen. „Das sind böswillige Unterstellungen“, so Schliephacke. Für 45.000 Euro werde der Pavillon für eine vernünftige Beschulung hergerichtet, versicherte im Anschluss Fredegar Henze (Grüne). Die von der CDU favorisierte Lösung sei zudem um 200.000 Euro teurer. Kuhlmann, der der Kreistagsmehrheit Ignoranz und Machtgebaren vorwarf,  hielt dagegen: Die Container-Lösung verursache in 24 Monaten lediglich 38.800 Euro Mehrkosten.

„Mit ihrer Ignoranz gefährden sie den Schulfrieden – was hier passiert, ist ein Trauerspiel ersten Ranges“, mussten sich SPD, Grüne, Linke und Piraten auch scharfe Kritik von Jochen Gese (CDU) gefallen lassen.

ust

Kommentar

Machtpoker

von
Uwe
Stadtlich

Mehr Demokratie wagen: Was Altkanzler Willy Brandt forderte, haben Eltern, Schüler und Lehrer des OHG umgesetzt – am Ende ohne Erfolg.

Insbesondere SPD und Grüne, die Jahre lang der CDU im Kreistag vorgehalten haben, den Willen von Eltern und Schülern nicht ernst zu nehmen, gaben ein trauriges Bild ab. 930 Unterschriften, eine Petition und eine Demo wurden ignoriert.

Die 150 Besucher der gestrigen Sitzung im Rittersaal wurden Zeugen eines Machtpokers, bei dem Sachfragen in den Hintergrund getreten sind. Dabei wurden alte Rechnungen beglichen – auf Kosten von Fünft- und Sechstklässlern, denn der Pavillon war schon vor Jahren reif für den Abriss.

Auch der Kreis gab kein gutes Bild ab: Er untersagte eine Demo im Schloss-Innenhof. Willy Brandt hätte das alles nicht gefallen. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Nussknacker in der Stadthalle

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Chefredakteur Dirk Borth im Freitags-Talk auf Radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Aller-Zeitung und der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Haben Sie Angst vor der Vogelgrippe?

Was ist los in Gifhorn?

Welche Veranstaltungen gibt es in Wolfsburg, Gifhorn und Umgebung? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr