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„Das Kind auf dem Fahrrad fährt nicht autonom“

Vor- und Nachteile der Fahrerassistenzsysteme im Auto „Das Kind auf dem Fahrrad fährt nicht autonom“

Vom ABS bis zum autonomen Fahren: Ingenieure lassen sich immer mehr Technik einfallen, die das Fahren sicherer machen sollen. Laut Fahrsicherheitstrainer Lutz Dietrich von der Kreisverkehrswacht sind viele Fahrerassistenzsysteme sehr gut zu gebrauchen. Doch der Segen könne auch zum Fluch werden – nämlich wenn sich der Mensch zu sehr auf die Technik verlasse.

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Autonomes Fahren: Durch Vernetzung aller Fahrzeuge wird das System sicher.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Vom ABS bis zum autonomen Fahren: Ingenieure lassen sich immer mehr technische Lösungen für das Auto einfallen, die das Fahren sicherer machen sollen. Laut Fahrsicherheitstrainer Lutz Dietrich von der Kreisverkehrswacht Gifhorn sind viele der so genannten Fahrerassistenzsysteme sehr gut zu gebrauchen. Doch der Segen könne auch zum Fluch werden – nämlich wenn sich der Mensch zu sehr auf die Technik verlasse.

Das Anti-Blockier-System ist ein Ur-Assistent, der sich seit Jahrzehnten bewährt. Ebenfalls schon länger im Cockpit vertreten sind Antriebs-Schlupf-Regelung und der Bremsassistent ESP. Immer öfter werden Spurhalteassistenten installiert, die zum Beispiel mit einem Vibrieren des Lenkrades den Fahrer warnen, dass der Wagen von der Fahrbahn kommt. Ebenso warnt das Auto per Sensoren vor zu kurzem Abstand zum Vordermann oder bremst sogar selbsttätig, wenn ein Hindernis vor dem Auto auftaucht. „Sehr zu empfehlen ist der Toter-Winkel-Assistent“, sagt Dietrich. Dieser warnt mit gelbem oder rotem Blinklicht vor Hindernissen neben dem Auto, die der Fahrer im Spiegel oder beim Schulterblick nicht sehen kann.

So toll die Technik auch sein mag: „Alle Assistenzsysteme haben ihre Grenzen.“ Beispiel Spurhalteassistent: Je nach Sensorart – Kamera oder Laser – erkenne bei Starkregen auch die Technik nicht immer einwandfrei, wo die Fahrbahn ende, warnt Dietrich. „Ich darf mich auf sie nicht verlassen.“ Der Autofahrer müsse immer selber aufmerksam bleiben.

Wichtig sei auch, dass der Fahrer sich mit den Fahrassistenten, die konkret in seinem Auto eingebaut sind, auch auskennt. Muss er bei der Einparkhilfe selber bremsen, oder erledigt das schon sein Auto? Warnt sein Bremsassistent nur akustisch vor einem plötzlichen Hindernis, oder bremst das Auto tatsächlich von allein? Oft seien auch die Mitarbeiter in den Autohäusern nicht auf dem neuesten Stand – was an der rapiden Weiterentwicklung liege –, so dass der Autokäufer nur unzureichend eingewiesen werde.

Was bringt die automobile Zukunft? „Vollständiges autonomes Fahren sehe ich in den nächsten zehn bis 20 Jahren nicht“, sagt Dietrich. Dem stehe er auch skeptisch gegenüber. „Will ich die Verantwortung in technische Hände geben?“ Soll ein Chip entscheiden, ob das Auto, wenn ein Kind auf die Straße läuft, in den entgegen kommenden Wagen mit einer vierköpfigen Familie oder gegen den Straßenbaum ausweicht? Autonomes Fahren laufe dann nahezu perfekt, wenn alle Fahrzeuge vernetzt sind. Doch: „Das Kind auf dem Fahrrad fährt nicht autonom.“

Von Dirk Reitmeister

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