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Das Geld ist futsch und der Täter allein trägt die Schuld

Samtgemeinde Brome Das Geld ist futsch und der Täter allein trägt die Schuld

Samtgemeinde Brome. Das Geld ist weg, Schuld daran hat nur der Täter selbst: Das ist, kurz gefasst, das Ergebnis der Recherchen von Staatsanwaltschaft und kommunalen Behörden zur Veruntreuung von 1,24 Millionen Euro durch den ehemaligen Leiter der Samtgemeinde-Kasse (AZ berichtete).

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Kasse bleibt leer: Die Ermittlungen zur Millionen-Veruntreuung in der Bromer Samtgemeinde-Kasse durch dessen ehemaligen Leiter sind faktisch beendet, das Geld ist verschwunden.

Quelle: Photowerk (jr)

Samtgemeinde Brome. Kommuniziert wurde es am Donnerstag in einer Pressekonferenz, bei der für die Samtgemeinde Bürgermeister Jürgen Bammel und seine Vertreterin Manuela Peckmann sowie für den Landkreis Erster Kreisrat Detlev Loos und Matthias Rode vom Rechnungsprüfungsamt anwesend waren. „Die Ermittlungen sind weitestgehend abgeschlossen“, so Bammel.

Demnach sei der Kassenleiter „sehr geschickt“ vorgegangen. Aufgeflogen seien die Veruntreuungen, die mindestens seit 2003 stattfanden, nur durch die Umstellung des Haushaltssystems. Der Täter, der 34 Jahre im Dienste der Samtgemeinde stand und Anfang 2012 Selbstmord beging, sei erst „an der Doppik verzweifelt“, so Loos.

Die Buchungen über Hilfskonten sowie Barauszahlungen waren so „hochgradig verschleiert“, dass weder die jährlichen Rechnungsprüfungen durch den Landkreis noch die samtgemeinde-internen irgendwelche Auffälligkeiten feststellten. „Die Kasse hat immer gepasst“, so Peckmann.

Und das Geld ist größtenteils futsch. Außer 225.000 Euro aus einer Schadensversicherung besteht trotz eines laufenden zivilrechtlichen Verfahrens gegen die Witwe des Täters sowie einem Einspruch der Samtgemeinde bei der Staatsanwaltschaft gegen die Einstellung des Strafverfahrens kaum Aussicht, dass von dieser Seite noch Geld zu holen ist.

Loos erklärte, dass weder Bammel noch Peckmann in ihren Funktionen in der Sache Schuld trügen. Vorschub geleistet hätte die Tatsache, dass sich außer dem besonders im EDV-Bereich hochspezialisierten Ex-Kassenleiter niemand in der Verwaltung auch nur annähernd so gut mit dem Kassensystem auskannte, so Bammel.

jr

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