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Dantons Tod: Zum Schluss gibt‘s großen Beifall

Gifhorn Dantons Tod: Zum Schluss gibt‘s großen Beifall

Gifhorn. „Dantons Tod“ von Georg Büchner ist alles andere als leichte Kost. Doch das junge Publikum wird von Anfang an ins Geschehen auf der Bühne der Stadthalle einbezogen.

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Tolle Aufführung in der Stadthalle: Für das Ensemble gab es nach der Vorstellung von Dantons Tod großen Beifall von den Schülern.

Quelle: Sebastian Preuß

Das Ensemble des Landestheaters Detmold spricht es an, weist ihm geschickt die Rolle des Volkes zu. Mit großem Beifall feierten die Schülerinnen und Schüler die bemerkenswerte Aufführung.

Martin Pfaffs Inszenierung des Revolutionsdramas setzt ganz auf das Wort und die Kraft des Spiels. Das Bühnenbild von Mathias Rümmler ist eine riesige Trikolore. Die Französische Revolution hat ihren blutigen Höhepunkt erreicht. Während der Genussmensch Danton (Markus Hottgenroth) des Lebens wie des Tötens müde ist, sieht der Asket Robespierre (Hartmut Jonas) sein Werk noch lange nicht beendet. Seine Philosophie heißt: Tugend und Schrecken. So plant er angestachelt durch seinen Gehilfen St. Just (Adrian Thomser) den einstigen Weggefährten auszuschalten. Warnungen schlägt Danton in den Wind. Er sucht Ablenkung bei seiner Geliebten (Karoline Stegemann) und Trost bei seiner Frau (Stephanie Pardula).

Im Zentrum des Abends stehen die Fragen nach dem Verhältnis von Gewalt und Gerechtigkeit, Demokratie und Bürgerbeteiligung. Hervorragend gelingt es den Darstellerinnen und Darstellern die Zerrissenheit der Zeit wie der Charaktere in Szene zu setzen. So scheitert Danton letztlich trotz seiner brillanten Rhetorik an seiner Skepsis am Sinn des Lebens wie an der Fehleinschätzung: „Sie werden es nicht wagen“. Die Fahne fällt und das fragwürdige Tribunal findet im leeren Bühnenraum statt. Er und seine Freunde werden schließlich zu Opfern jener Strukturen, die sie einst mit schufen.

ee

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