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DRK-Kita: Kein Teddy, kein Ball, keine Puppe

Groß Oesingen DRK-Kita: Kein Teddy, kein Ball, keine Puppe

Groß Oesingen. Kindergarten ohne Spielzeug? Das ist wie Geburtstag ohne Geschenke, könnte man meinen. Und dennoch wagt die DRK-Kita Groß Oesingen den Versuch: Vier Wochen lang müssen die Kinder ohne Puppe, Holzeisenbahn, Teddybär und Co auskommen. Am Montagabend stellten Kitaleiterin Marion Tetzlaff und ihr Team den Eltern das Projekt vor.

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„Spielzeugfreier Kindergarten“: Marion Tetzlaff (stehend) und ihr Team weihten die Eltern am Montagabend ins Experiment der Groß Oesinger DRK-Kita ein.

Quelle: Ron Niebuhr

Vize-Kitaleiterin Anja Mayer-Brandt erläuterte das Experiment: Die Idee dazu stammt aus der Suchtprävention und ist mehr als 20 Jahre alt. Im Kern geht es darum, „Kindern mehr Freiraum zu gewähren, Zeit zum Träumen und Trödeln“, sagte Brandt. Vorgefertigte Spielzeuge geben fast immer vor, wie man damit spielen soll - Kreativität bleibt auf der Strecke. „Die Kita ist vorübergehend spielzeugfrei, aber wir verteufeln Spielzeug nicht“, betonte Mayer-Brandt. Daher spricht das Team vorab auch ausführlich mit dem Nachwuchs über das Experiment. Und die Erfahrung hat gezeigt: „Die Kinder sind immer offen für Neues“, sagte Mitarbeiterin Alexandra Hinzberg. Am kommenden Montag verstauen dann Kinder und Erzieherinnen alles Spielzeug in Kartons, ab Dienstag ist die Kita für mindestens vier Wochen spielzeugfrei.

Davon verspricht sich das Kita-Team übrigens einiges für die Kinder: Ideen und Stärken besser entfalten, Kreativität und Fantasie anregen, Gruppengefühl und soziales Miteinander stärken, Organisationstalent und Selbstständigkeit fördern, feste Strukturen, Muster und Zeitabläufe aufbrechen. „Aber die Kinder müssen auch lernen, Langeweile auszuhalten“, sagte Hinzberg.

Anfangs schieben die Kinder sicherlich manchen Tag ziemlich viel Frust - und lassen den dann an Erzieherinnen und Eltern aus: „Das müssen wir aushalten“, spornte Mitarbeiterin Tatjana Martin alle dazu an, beim Projekt voll mitzuziehen.

rn

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