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Gifhorn Stadt DGB-Wahlforum: Sechs Kandidaten stellen sich
Gifhorn Gifhorn Stadt DGB-Wahlforum: Sechs Kandidaten stellen sich
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19:08 18.08.2016
DGB-Wahlforum im Deutschen Haus: Rund 50 Zuhörer verfolgten, was sechs Kandidaten zu sagen hatten. Quelle: Sebastian Preuß
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Jeweils drei Minuten gaben die Moderatoren Michael Kleber und Gunter Wachholz den Politikern Dr. Stefan Armbrecht (FDP), Klaus Brinkmann (Die Linke), Andreas Kuers (CDU), Rolf Schliephacke (SPD), Jürgen Völke (ULG) und Nicole Wockenfuß (Grüne) Zeit, jeweils zu einem der Themenkomplexe Stellung zu beziehen.

Beim Thema Verkehr gab es einige Gemeinsamkeiten: Das Radwegenetz müsse ausgebaut werden, auch über kommunale Grenzen hinweg. Allerdings wies Rolf Schliephacke darauf hin, dass ein Kilometer Radweg 400.000 Euro koste.

Zum Bereich ÖPNV sagte Jürgen Völke, dass der Großraumverband Braunschweig, der dafür zuständig sei, abgeschafft werden sollte. Nicole Wockenfuß und Klaus Brinkmann sprachen sich im Gegensatz zu den anderen Kandidaten gegen den Lückenschluss der A 39 aus. Sinnvoller sei es, die B 4 auszubauen.

Zum Thema Wirtschaft und Arbeitsmarkt waren sich die Teilnehmer einig, dass der Kreistag nur in wenigen Bereichen direkt eingreifen könne, sondern vielmehr günstigere Rahmenbedingungen schaffen sollte.

Andreas Kuers erntete Zustimmung, als er sich für den Ausbau des Breitbandnetzes aussprach. Nicole Wockenfuß erklärte, dass man nicht nur das verarbeitende Gewerbe im Auge haben dürfe. Der sanfte Tourismus und der Dienstleistungszweig böten Chancen. Dr. Stefan Armbrecht betonte, dass auch Kultur Standortpolitik sei.

Klaus Brinkmann forderte, dass in kommunalen Verwaltungen und Betrieben mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden müssen. Rolf Schliep-hacke erkläre, dass die Berufsschulen besser ausgestattet werden könnten.

Die Position der Kandidaten zum Thema Integration von Flüchtlingen brachte Dr. Stefan Armbrecht auf den Punkt: „Ich stelle fest, dass sich alle Partei dazu bekennen, integrieren zu wollen.“

Alle waren sich auch einig, dass es schwierig werde, in der Flüchtlingsbetreuung tätige Ehrenamtliche finanziell zu unterstützen. „Ihnen würde es vielleicht auch mehr helfen, wenn man ihnen mehr Sozialarbeiter zur Seite stellen würde“, betonte Rolf Schliep-hacke. Andreas Kuers betonte, dass es keine Ghettoisierung geben dürfe.

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