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DDR-Flüchtling von 1984 gesucht

Brome DDR-Flüchtling von 1984 gesucht

Brome. Wer war der Mann, dem vor 30 Jahren Dutzende Stahlsplitter aus dem Körper entfernt wurden, die ihm zuvor bei seiner Flucht aus der DDR von Selbstschussanlagen im Bromer Bogen zugefügt worden waren? Das fragt sich Günter Haerting, der den Mann damals ins Gifhorner Krankenhaus gefahren hatte.

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Mit der Leiter über den Grenzzaun: Günter Haerting sucht nach dem Mann, den er im Juni 1984 nach dessen Flucht aus der DDR bei Brome verletzt ins Krankenhaus nach Gifhorn transportierte.

Quelle: Photowerk (jr)

„Er hatte sich eine Hühnerleiter gebastelt und war damit auf den Zaun hinauf geklettert“, erinnert sich der Seniorchef des Bromer Rettungsdienstes. Dort lösten mehrere Selbstschussanlagen vom Typ SM 70 aus. „Beim Sturz auf die westliche Seite hat er sich noch das Handgelenk gebrochen“, weiß Haerting, der nach der Identität des Mannes aus Erfurt sucht - für ein neues Buchprojekt von Fritz Boldhaus, das im Herbst erscheinen und den Titel tragen soll „Geschehnisse am Zonengrenzverlauf um Brome“.

29 Jahre war der Flüchtling, berichtete die AZ vom 28. Juni 1984. Von seinem damaligen Fahrgast weiß Haerting, dass dieser nach Westdeutschland wollte, weil er sich auf einem Kirchentag in Leipzig in eine Gifhornerin verliebt hatte. Ein erster Fluchtversuch scheiterte und brachte dem Mann zwei Jahre Haft ein - aber ihn nicht von seinem Vorhaben ab.

„Ich hab‘ schon versucht, über das Gifhorner Krankenhaus an den Namen zu kommen“, aber eine Mischung aus Datenschutz und der Tatsache, dass die Akten nach 30 Jahren vernichtet würden, vereitelten diesen Plan. „Vielleicht gibt‘s noch eine Fahrt-Abrechnung auf unserem Dachboden. Aber sicher ist das nicht“, meint Günter Haerting, der daher den Flüchtling oder Personen, die etwas über dessen Verbleib wissen, bittet, sich bei ihm zu melden - unter Tel. 0170-5257044.

jr

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