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Gifhorn Stadt Christlich-Muslimische Kita startet
Gifhorn Gifhorn Stadt Christlich-Muslimische Kita startet
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17:42 18.04.2018
Pilotprojekt: Die christlich-muslimische Kita am Sonnenweg startet am 1. August. Quelle: Sebastian Preuß Archiv
Gifhorn

„Wir freuen uns sehr, dass sich die Anmeldesituation so gut entwickelt hat, dass wir nun starten können“, sagt Martin Wrasmann, Vorsitzender des Komitees. Sein Stellvertreter Yurtsever Rayman sagt: „Dies ist eine gute Nachricht für unsere Stadt und für das religiöse und kulturelle Miteinander hier in Gifhorn.“

15 Kinder wurden für „Abrahams Kinder“ angemeldet, sie stammen fast zu gleichen Teilen aus muslimischen und christlichen Familien. Die Einrichtung startet mit einer ersten altersübergreifenden Gruppe, in der die Kinder zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr betreut werden. In einer Kooperationsvereinbarung haben die muslimische DITIB-Moschee in Gifhorn, die katholische St. Altfrid-Gemeinde und die evangelische Dachstiftung Diakonie mit ihrer Gesellschaft Stephansstift Kindertagesstätten und Familienzentren die Zielsetzung dieser bundesweit einmaligen Einrichtung beschrieben.

„Im Zentrum steht die Idee der religiösen Toleranz, die ein Mensch nicht früh genug in seinem Leben kennen lernen kann“, sagt Barbara Rädel, zuständige Geschäftsführerin in der Dachstiftung Diakonie. „Muslimische Eltern haben grundsätzlich keine Vorbehalte gegenüber den vorhandenen Kindertagesstätten, aber viele wünschen sich doch eine religiöse Sensibilität für die Riten und Inhalte der Religion. Das ist in der neuen Einrichtung durch das Konzept der positiven Toleranz gegeben“, versichert Wrasmann.

Auch Bürgermeister Matthias Nerlich freut sich, dass sich nun genügend Eltern dazu entschlossen haben, ihre Kinder in „Abrahams Kinder“ anzumelden. „Mir ist ein gutes Miteinander der Menschen aus verschiedenen kulturellen und religiösen Prägungen ein Herzensanliegen“, bekräftigte der Bürgermeister. „Demokratie und Toleranz gehören zu den wichtigsten gesellschaftlichen Zielen, die Deutschland in seiner leidvollen Geschichte errungen hat“, so Nerlich weiter.

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