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Bundesstraße 4: Gespräche über Radweg laufen

Wesendorf Bundesstraße 4: Gespräche über Radweg laufen

Wesendorf. Fußgänger und Radfahrer haben auf Bundesstraßen nichts verloren. Entlang der B 4 gibt es aber von Sprakensehl bis Gifhorn weder Fuß- noch Radweg. Das könnte sich jetzt ändern.

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Hoffen auf baldigen Bau eines Radwegs an der B 4: Familie Madonna kann ihr Grundstück derzeit nur mit dem Auto verlassen.

Quelle: Photowerk (ba)

Wesendorf. Wenn ein Mitglied der Familie Madonna das heimische Grundstück verlassen will, braucht es ein Auto. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht das nicht, denn dann müssten die Familienmitglieder die Bundesstraße 4 nutzen. Das aber ist gefährlich – und verboten. Sechs Kinder und fünf Erwachsene gibt es in der Familie, deren Häuser direkt an der B 4 liegen, zwischen der Krümme-Kreuzung und der Autowerkstatt. Einen Rad- oder Fußweg gibt es nicht in diesem Bereich. Theoretisch könnte die Familie über das Gelände hinter und neben dem Haus in Richtung Wagenhoff gehen. Aber das ist in Privatbesitz. „Es gibt dort keine öffentlichen Wege, um beispielsweise Wesendorf oder Wagenhoff zu erreichen – nur die B 4“, bestätigt Wesendorfs Bauamtsleiter René Weber dazu auf AZ-Anfrage. Umso mehr hofft Familienoberhaupt Aniello Madonna darauf, dass entlang der B 4 bald ein Radweg gebaut werden könnte. Verstehen kann er nicht, dass der Bund offensichtlich den Weg finanzieren würde, die Landesbehörde aber nicht die Kapazitäten hat, das Projekt umzusetzen (siehe unten). Wie gefährlich – und auch verbotern – es für Fußgänger und Radler entlang der viel befahrenen B 4 ist, zeigt nicht zuletzt ein schwerer Unfall, der sich Anfang August des Jahres ereignete. Dabei war ein 80-jähriger Gifhorner bei Groß Oesingen tödlich verletzt worden. Der Mann war nachts auf der B 4 mit seinem – unbeleuchteten – Rad in Richtung Norden unterwegs, als er von einem Auto angefahren wurde. Der Autofahrer hatte ihn zu spät gesehen (AZ berichtete).

Info: Für den Bau des Radweges entlang der Kreisstraße Ummern-Wesendorf gab es kürzlich die Zusage (AZ berichtete). Könnte jetzt auch ein Radweg entlang der B 4 zwischen Sprakensehl und Gifhorn folgen?

Im Sommer hatte es Gespräche zwischen Vertretern der betroffenen Nordkreis-Gemeinden und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel gegeben. Fazit: Der Bund würde den Weg finanzieren, die verantwortliche Landesbehörde könne das Projekt aus Kapazitätsgründen derzeit aber nicht umsetzen, da zahlreiche andere Radwege in Arbeit seien.

Nach AZ-Informationen laufen die Gespräche derzeit weiter, Landespolitiker sollen eingebunden werden. Gefordert wird der Lückenschluss von der nördlichen Landkreisgrenze kurz vor Breitenhees - dort beginnt der Radweg Richtung Lüneburg - bis Gifhorn.

ba

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