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Bundesminister spricht mit Fachleuten aus Gifhorn

Diskussion über Palliativ- und Hospizarbeit sowie Pflege-Fachkräftemangel Bundesminister spricht mit Fachleuten aus Gifhorn

Gedankenaustausch zum 2015 in Kraft getretenen Hospiz- und Palliativgesetz mit dem Bundesgesundheitsminister: Hermann Gröhe traf sich am Donnerstag mit Vertretern der Gifhorner Hospizarbeit und des Palliativ-Netzes. Dabei kam auch der eklatante Fachkräftemangel in der Altenpflege zur Sprache.

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Bundesgesundheitsminister in Gifhorn: Hermann Gröhe sprach mit örtlichen Fachleuten zum Thema Palliativmedizin und Hospizarbeit, aber auch über Fachkräftemangel in der Altenpflege.

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn. Eingeladen hatte die Kreis-CDU mit Vorsitzendem Andreas Kuers und den Landtagskandidaten Horst Schiesgeries und Kerstin Keil.

Das neue Gesetz soll vor allem die Ehrenamtlichen stärken. Gröhe nannte die Sachkostenerstattung – etwa bei den Fahrtkosten oder den Aufwendungen für Weiterbildungen – als ein Beispiel. „Man merkt sehr wohl, dass die Gesetzesänderungen greifen“, lobte Palliativmediziner und Hospizarbeit-Vorstand Johannes Reisch. „Für uns ist es eine Erleichterung.“ Der finanzielle Druck sei nicht mehr so stark für den Verein und seine Ehrenamtlichen, die mit 20 zu betreuenden Sterbenden und ihre Familien angefangen haben und sich momentan um 80 kümmern.

Das neue Gesetz sei sehr gut, komme aber 20 Jahre zu spät, so Bettina Tews-Harms, Chefin einer ambulanten Altenpflege und des Palliativ-Netzes Gifhorn. Sie bat Gröhe dringlich, auf die Krankenkassen einzuwirken, das Berufsbild der Altenpflege zu verbessern. Sie lehne täglich fünf bis sieben mögliche Patienten ab, weil ihr Mitarbeiter fehlten. Das wirke sich auch auf die Palliativarbeit aus. Dabei gehe es nicht allein um die Vergütung der Arbeit. „Was die Leute wirklich vertreibt, ist die Arbeitsverdichtung.“

Gröhe räumte ein, dass in dem Punkt noch viele Aufgaben vor der Politik lägen. Nachdem in der abgelaufenen Legislaturperiode die Pflegeleistungen verbessert worden seien, sei es nun an der Zeit, sich um das Pflegepersonal zu kümmern.

Von Dirk Reitmeister

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