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Gifhorn Stadt Buchautor:„Schreiben soll Hobby bleiben“
Gifhorn Gifhorn Stadt Buchautor:„Schreiben soll Hobby bleiben“
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00:18 05.10.2015
„Die Anhänger der Liebe“: Buchautor Dominik Ruder zeigt sein Erstlingswerk. Quelle: Photowerk (sp)
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Gifhorn

Um die Idee des Buchs herum, dass Jennys Leben plötzlich aus den Fugen gerät, als ihr Vater die Familie verlässt, entwickelten sich nach und nach andere Figuren. Eine Liebesgeschichte entspann sich, Großmutter Hilde spielt eine wichtige Rolle. „Natürlich lässt jeder Autor eigene Erfahrungen einfließen, aber eigentlich ist alles Fantasie“, sagt Ruder.

Zwei Freundinnen und eine Lehrerin haben das Buch lektoriert. „Als es fertig war, sollte es so schnell wie möglich erscheinen“, erklärt der Gifhorner, wieso er es als „Print on demand“ selbst verlegt hat. „Bei Verlagen gibt es lange Wartezeiten, gerade für junge Autoren ist es unsicher, ob das Buch angenommen wird.“ Deshalb hat er das selber in die Hand genommen und bei Amazon publiziert, wo es sowohl in Papierform als auch als E-Book erhältlich ist.

Jetzt sitzt Ruder an seinem zweiten Buch, „diesmal etwas strukturierter“, lacht der Gymnasiast. Hatte er die Notizen über seine Charaktere bei „Die Anhänger der Liebe“ noch kreuz und quer in einer Kladde notiert, gibt es jetzt Listen zu jeder Person. „Da steht drauf, welche Augenfarbe sie hat, aber auch welchen Charakter.“ Ein Notizbuch aus Papier begleitet den 18-Jährigen trotzdem überall hin. „Wenn mir irgendwas zum Buch einfällt, schreibe ich es sofort auf.“ Und so taucht schon mal das Stichwort „Leiche“ in seinem Hausaufgabenheft auf. Denn Buch Nummer zwei wird ein bisschen Krimi, ein bisschen Drama und auch ein bisschen Liebesgeschichte. Fertig werden soll es noch vor Weihnachten, „weil ich mich danach voll aufs Abi konzentrieren muss“.

Steckbrief:

Dominik Ruder, 1997 in Gifhorn geboren, sagt von sich selbst, dass er durchs Lesen zum Schreiben gekommen ist. „Ich habe schon immer viel gelesen“, manchmal mehrere Bücher in einer Woche. Mit 14 hat der Humboldt-Gymnasiast zum ersten Mal geschrieben, „eigentlich einfach so, wie man als 14-Jähriger halt so schreibt“. Und dann hat er im vorigen Frühjahr richtig los gelegt. „Inzwischen schreibe ich mehr als ich lese, es macht mir einfach mehr Spaß.“

Schriftsteller will Ruder allerdings nicht werden, „das soll mein Hobby bleiben – und wenn ich mir damit für mein Studium was dazu verdienen kann, ist es doch super“. Sein Berufsziel ist Realschullehrer – mit Deutsch steht auch schon ein Fach fest –, Ruder jobbt jetzt schon als Nachhilfelehrer.

tru

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