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Gifhorn Stadt Brutplätze in Gefahr: Kreis stoppt Arbeiten
Gifhorn Gifhorn Stadt Brutplätze in Gefahr: Kreis stoppt Arbeiten
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00:26 29.05.2014
Lebensraum von Dohlen in Gefahr: Das Umweltamt hat der GWG untersagt, ungenutzte Schornsteine zu verschließen. Die GWG will gemeinsam mit dem Amt eine Lösung finden. Quelle: Privat
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Das von ihm informierte Umweltamt hat gestern einer Firma untersagt, Schornsteine mit Draht zu verschließen. Darin brüteten Dohlen. Gemeinsam mit dem Umweltamt will die GWG nun eine Lösung finden.

„Die GWG hat bei ihrer Gesamtplanung nicht bedacht, dass in den ungenutzten Kaminen Dohlen und unter den Gauben Mauersegler ihre Jungtiere groß ziehen“, übt Weiß Kritik. Beide Vogelarten seien streng geschützt. Bauarbeiten dürften in der Brutzeit nur mit Ausnahmegenehmigung erfolgen.

Die von der GWG in der Herzog-Ernst-August-Straße in einigen Blocks geschaffenen 18 bis 20 Mauersegler-Nisthöhlen seien nicht ausreichend. „Es geht um rund 1000 Tiere“, hat Weiß nachgerechnet. Er wirft der GWG vor, 240 Brutstätten vernichtet zu haben: „Das macht bei vier Jungen pro Brut fast 900 Jungvögel.“

Auch an die Dohlen habe die GWG bei den Sanierungsarbeiten nicht gedacht. 60 Nistplätze seien vernichtet worden.

„Die Kritik ist berechtigt“, sagt Joachim Bäter vom Umweltamt. Die Behörde habe am Montag Dachdeckern untersagt, einen Schornstein mit Draht zu verschließen. „Darin brüteten Dohlen“, kündigt Bäter ein Gespräch mit der GWG an. Dabei soll eine Lösung gefunden werden.

„Wir sind daran interessiert Maßnahmen zu finden, um die Problematik aus der Welt zu schaffen“, sagt GWG-Chef Andreas Otto. Details würden mit dem Umweltamt erörtert.

ust

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