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Brut- und Setzzeit: Bei Volkse und Seershausen dröhnen die Motorsägen

Meinersen/Volkse Brut- und Setzzeit: Bei Volkse und Seershausen dröhnen die Motorsägen

Meinersen/Volkse. Nicht so sehr das Dröhnen der Motorsägen bringt derzeit Spaziergänger nahe der Oker in Seershausen und im Wald bei Volkse auf die Palme. Vielmehr sind es die umfangreichen Baumfällarbeiten, die dort zurzeit trotz Brut- und Setzzeit erfolgen.

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Gefällte Bäume in der Brut- und Setzzeit bei Volkse: An Feldwegen darf nicht abgeholzt werden, wohl aber die in Privatgärten und im Wald.

Quelle: Hilke Kottlick

„Das darf nicht wahr sein“, fasst Sabine Köhler die Empörung weiterer Spaziergänger in Worte. Nachdem sie die in der Schonzeit gefällten Bäume jetzt im Waldstück bei Volkse entdeckt hat, habe sie Nabu, Polizei und Untere Naturschutzbehörde informiert, berichtet sie. Die Volkserin ist mächtig sauer: „Ich beachte während dieser Zeit den Leinenzwang und halte mit Rücksicht auf die Natur meinen Hund beim Spaziergang kurz, und was geschieht dort?“

Auf die Frage, ob Eichen, Buchen oder Birken während der Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli gefällt werden dürfen, sagt Antje Präger, Umweltamts-Chefin im Landkreis: „Das kommt darauf an.“

Präger präzisiert, dass einzelne Bäume in freier Landschaft - an Straßen oder Feldwegen - in der Zeit vom 1. März bis zum 15. September nicht gefällt werden dürfen. In Privatgärten und in den Wäldern sei das Abholzen im Zuge der Forstwirtschaft dagegen das ganz Jahre über erlaubt. „Das tut manchmal weh“, sagt die Umweltamtschefin. Aber der Gesetzgeber betrachte die Forstwirtschaft als Gewerbe und deshalb sei es erlaubt, Bäume im Wald auch im Verlauf der Brutzeit zu roden.

Diese Gesetze kennt auch Bärbel Rogoschik, Chefin des Nabu-Artenschutzzentrums. Ihr Appell lautet, vor dem Ansetzen der Säge kurz per Fernglas Bäume auf Vogelnester und Nisthöhlen zu kontrollieren. Sollten Vögel darin brüten, könnte das Fällen dieser Bäume ja später erfolgen. „Eigentlich wollen doch alle das Gleiche, die Natur erhalten“, sagt sie und fordert Waldarbeiter und Privatleute dazu auf, einfach „ein bisschen sensibler mit der Umwelt zu sein“.

hik

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