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Brief für drei Kilometer 4,5 Jahre unterwegs

Parsau/Bergfeld Brief für drei Kilometer 4,5 Jahre unterwegs

Parsau/Bergfeld. In Bergfeld und Parsau staunt man über eine rätselhafte Odyssee eines Briefes. Der war auf einer Strecke von drei Kilometern viereinhalb Jahre lang unterwegs.

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Ein Brief auf rätselhafter Odyssee: Die Bitte von Erika Holtz an ihren Großneffen Hans-Joachim Pomian, den Abfluss im Bad zu reinigen, brauchte für drei Kilometer viereinhalb Jahre.

Quelle: Photowerk (mpu)

Parsau/Bergfeld. Die Bitte, sich mal des Abflusses im Badezimmer anzunehmen, brauchte viereinhalb Jahre von Erika Holtz in Bergfeld zu ihrem Großneffen Hans-Joachim Pomian im drei Kilometer entfernten Parsau. Dessen Frau Monika staunt: „Mit der Schneckenpost wäre das schneller gegangen.“

Der Brief lag diese Woche im Kasten von Hans-Joachim und Monika Pomian. Erst war alles ganz normal - bis der 58-Jährige zu lesen begann. „Er stutzte. Dann sagte er: ,Mein Gott, sie scheint aber durcheinander zu sein‘“, berichtet Monika Pomian. In dem Brief habe die Großtante auch von ihrem Bruder erzählt - doch der sei schon seit dreieinhalb Jahren tot. Die Auflösung brachte ein Blick auf den Umschlag: Er war abgestempelt am 12. Oktober 2009.

Ein Rätsel, das laut Post-Sprecher Martin Grundler wohl nie gelöst werden dürfte. „Das ist sehr ungewöhnlich“, sagt er über die viereinhalb Jahre für drei Kilometer. 95 Prozent der rund 64 Millionen Briefsendungen täglich kämen am Tag nach der Absendung an. Warum das Schreiben der Großtante viereinhalb Jahre brauchte, „ist schwer zurück zu verfolgen. Letztendlich bewegen wir uns auf dem Feld der wilden Spekulation.“

Pomians jedenfalls haben gleich bei Erika Holtz (86) angerufen und sich dafür entschuldigt, auf die Bitte in Sachen Abflussreinigung nicht geantwortet zu haben. Aber sie hatten ja auch einen triftigen Grund angeben können. „Sie musste auch lachen“, berichtet Monika Pomian. Übrigens: Der Abfluss funktioniert längst wieder.

rtm

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