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Gifhorn Stadt Raser machen Anwohner rasend
Gifhorn Gifhorn Stadt Raser machen Anwohner rasend
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06:00 26.01.2019
Laut und schnell: Raser machen Anwohner der Braunschweiger Straße rasend. Einer schreibt unermüdlich Anzeigen. Quelle: Torben Niehs
Gifhorn

„Immer wenn es dunkel wird“, wird es auch laut an der Braunschweiger Straße, erzählt Frank Ziegenbein. Der überdachte Parkplatz des Einkaufszentrums gegenüber sei seit etwa vier bis fünf Jahren beliebter Treffpunkt junger Männer mit PS-starken Fahrzeugen. Lauter Auspuff, lautes Carhifi, hochdrehende Motoren: „Und das nachts um halb drei – da steht man senkrecht im Bett.“ Darüber hinaus beobachtet Ziegenbein immer wieder flotte Fahrmanöver an den Zufahrten zum Gelände. „Mit vollem Rohr, Karacho. An der Kreuzung wird Späne gegeben.“

51 Anzeigen 2017

2017 hat Ziegenbein 51 Anzeigen an die Polizei geschrieben. Unter anderem wegen vorsätzlicher Raserei und vorsätzlicher Ruhestörung. Im vorigen Jahr seien es schon etwa doppelt so viele Anzeigen gewesen, sagt Ziegenbein.

Wenig Aussichten auf Erfolg

Doch welche Aussichten auf Erfolg haben Bürger wie Ziegenbein in so einem Fall? Eher wenig, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter. Am ehesten bei Ruhestörung, da könne die Polizei im Nachhinein das angezeigte Fahrzeug überprüfen. Aber die Tempoverstöße? „Der Bürger kann alles anzeigen“, sagt Reuter. „Wie weit es dann verfolgt wird, ist eine andere Geschichte.“ Denn ein Tempoverstoß müsse belegt werden. „Die subjektive Wahrnehmung eines Einzelnen kann kein Beweis sein. Dann bräuchten wir ja keine Laserpistole.“

Im Frühjahr Spaßfahrten beendet

„Wir tun alles in unserer Macht stehende“, versichert Reuter. Im vorigen Frühjahr bereitete die Verfügungseinheit einigen Spaßfahrten auf der Braunschweiger Straße mit Schwerpunktkontrollen auch zu ungewöhnlichen Zeiten ein Ende. Doch diese Strecke sei nicht das Sorgenkind der Polizei. Die müsse sich um die Unfallschwerpunkte – meistens außerorts – kümmern, wo es Tote und schwer Verletzte gebe, sagt Reuter, der den Ärger der Anwohner durchaus versteht.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Frank Ziegenbein wird weiter Anzeigen schreiben. „Ich wohne hier seit 20 Jahren.“ Die Flinte wolle er nicht ins Korn werfen, schon weil es in Gifhorn schwierig sei, Wohnungen zu finden. So wird er die Polizei weiter bemühen. „Steter Tropfen höhlt den Stein. Da muss irgendetwas passieren.“

Von Dirk Reitmeister

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