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Gifhorn Stadt Eloxierhalle mit Schwefelsäure in Flammen
Gifhorn Gifhorn Stadt Eloxierhalle mit Schwefelsäure in Flammen
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09:43 20.07.2018
Großeinsatz bei Teves: Rund 100 Feuerwehrleute aus der ganzen Stadt löschten in der Nacht zum Freitag eine Eloxierhalle. Quelle: Michael Franke
Gifhorn

Warum das Feuer in der Exolierhalle ausbrach, ist bislang noch unklar. Darum kümmern sich nun die Ermittler der Polizei. Klar war jedenfalls gegen 3 Uhr sehr schnell, dass die Werksfeuerwehr mit dem Einsatz überfordert war. Es gab Vollalarm für alle Ortswehren der Stadt Gifhorn.

Knapp 100 Einsatzkräfte hatte Einsatzleiter und Stadtbrandmeister Matthias Küllmer vor Ort. „Am Anfang haben wir auf einen Gefahrguteinsatz hingearbeitet.“ In der Halle wird Aluminium mit einem Oxidationsverfahren schutzbeschichtet. „Da wird mit Schwefelsäure gearbeitet.“

Brand bei Teves in Gifhorn: In einer Eloxierhalle brach aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer aus. Es entstand großer Sachschaden. Quelle: Feuerwehr Gifhorn

Die Säure und das kontaminierte Löschwasser seien im Bereich der Halle geblieben – auch dank zuvor vorgenommener baulicher Maßnahmen, sagt Küllmer. Ein Gefahrguteinsatz war somit nicht erforderlich. „Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr“, sagt auch Polizeisprecher Thomas Reuter.

Kniffliger Einsatz: Brennendes Kunststoff tropft von der Decke

Dennoch war der Einsatz für die Feuerwehrleute nicht ohne. Vor allem hätten an der Decke Kabel, Kabelkanäle und Rohre aus Kunststoff gebrannt, berichtet Küllmer. „Das ist brennend abgetropft. Dadurch gab es unten Folgebrände im Bereich der Säure.“ Die Wehren hatten zur Brandbekämpfung in der Halle zwei Schaumrohre im Einsatz. Drei C-Rohre lagen bereit, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen. Außen schirmte die Drehleiter die Umgebung ab.

Ein Feuerwehrmann kam laut Küllmer mit Rauchgasvergiftung ins Klinikum. Die restlichen Einsatzkräfte kehrten ihm zufolge gegen 7 Uhr in ihre Feuerwehrhäuser zurück. Nun arbeiten die Spezialisten der Polizei. Sie wollen die Brandursache ermitteln. Laut Reuter beträgt der Sachschaden allein an der Halle etwa 300.000 Euro. Hinzu kämen die zerstörten Maschinen. Und: „Der wirtschaftliche Schaden durch Produktionsausfall dürfte wesentlich höher sein.“

Von Dirk Reitmeister

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