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Gifhorn Stadt Borkenkäfer-Alarm: „Überall sind Fichten und Lärchen betroffen“
Gifhorn Gifhorn Stadt Borkenkäfer-Alarm: „Überall sind Fichten und Lärchen betroffen“
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00:21 02.09.2018
Rasante Ausbreitung: Bezirksförster Christian Schölkmann schlägt wegen des Borkenkäfers Alarm. Quelle: Cagla Canidar
Gamsen

Dort wüten die Käfer in den Lärchen. Einzelne Bäume wurden bereits gefällt, „jetzt prüfen wir den ganzen Bestand“.

Der Förster deutet auf eine Lärche. Die Blätter sind bereits abgefallen. „Die Natur zeigt uns, welcher Baum krank ist“, sagt er. So hat sich den Spuren zufolge bereits der Specht an der Rinde zu schaffen gemacht, unter der sich die Borkenkäfer ihren zerstörerischen Weg bahnen. Es sind Indizien für den Förster, dass der Baum bereits tot ist, „nur die Lärche weiß das noch nicht“, sagt er.

Wälder in ganz Deutschland betroffen

Wälder in ganz Deutschland sind vom Borkenkäfer betroffen, weiß der Förster. Mitarbeiter der Forstämter schwärmen bereits seit Wochen aus, um die Wälder auf Schädlinge zu überprüfen. Dabei ist es unumgänglich – befallene Bäume müssen laut Schölkmann gefällt und aus dem Wald geschafft werden, bevor unter der Rinde eine neue Käfergeneration ausschlüpft.

Spechtspuren an der Rinde der Lerche: „Die Natur zeigt uns, welcher Baum krank ist.“ Quelle: Cagla Canidar

Damit sich das Insekt dann nicht über das Holz weiter verbreitet, „kommen wir leider auch nicht um Chemie herum“, nennt er Schutzmaßnahmen.

Bäume sondern nicht genügend Harz ab

„Es ist grauselig, überall sind Fichten und Lärchen betroffen“, weiß Schölkmann. „Galoppierend breitet sich der Käfer aus.“ Folge von Stürmen und extremer Trockenheit ist, dass die Bäume nicht genügend Harz absondern konnten, um den Käferbefall abzuwehren. Die Insekten haben jetzt leichtes Spiel. Sie bohren sich durch die Rinde, um darunter Eier abzulegen.

Wälder und Privatgärten betroffen

Dabei vermehren sich die Borkenkäfer laut Schölkmann zurzeit explosionsartig. „Wir kommen nicht dagegen an“, sagt er. Wälder und auch Privatgärten in ganz Deutschland sind bereits betroffen, was sich laut Schölkmann auch auf die Holzwirtschaft auswirken wird.

Der Förster markiert einige Lärchen mit Sprühfarbe in der Hoffnung, dass sie noch gerettet werden können. Dafür brauchen sie ihm zufolge nur eines: „Regen, Regen, Regen.“

Von Hilke Kottlick

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