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Gifhorn Stadt Bokensdorfer Pianist auf den Spuren skandinavischer Musik
Gifhorn Gifhorn Stadt Bokensdorfer Pianist auf den Spuren skandinavischer Musik
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00:16 14.02.2014
An Ludolf Nielsens Grabstein: Der Bokensdorfer Christian Biskup nutzt sein Jahr in Skandinavien, um das Werk seines Lieblingskomponisten zu erforschen.
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„Mein Interesse für skandinavische Musik stößt hier auf große Begeisterung“, freut er sich.

Die beeindruckendste Reise führte Biskup nach Dänemark. Im kleinen Dorf Noerre Tvede traf er die Familie seines Lieblingskomponisten Ludolf Nielsen, der 1939 verstorben ist. „Sie haben mich sehr herzlich aufgenommen“, sagt Biskup. Denn sein Interesse an Nielsens Musik ist in Dänemark durch youtube-Videos bekannt. Biskup hat Nielsens Geburtshaus, seine Villa am Meer und sein Grab gesehen.

Und in der Königlichen Bibliothek Kopenhagen hat er 1700 Seiten aus Nielsens Manuskripten abfotografiert. Die werden nun abgeschrieben, im Internet veröffentlicht und hoffentlich von vielen Musikern gespielt. „Es sind nicht alles Meisterwerke, aber es sind auch einige Schätze dabei“, meint Biskup. Klassische skandinavische Musik werde in Skandinavien selbst kaum gespielt, berichtet er. „Und deshalb sind die Menschen dankbar, wenn jemand die Werke öffentlich spielt.“ Halt so, wie Biskup es schon vielfach in Deutschland getan hat.

Für sich entdeckt hat er das Singen im Chor. Das hat er zwar auch schon in Jembke getan. Aber: Der Ögryte kyrkokör sei ein ganz fantastischer Chor. „Hier wird aus Musik richtige Kunst gemacht“, so Biskup. Außerdem nimmt der 19-Jährige Orgelunterricht und hat sich ein Abo im Göteborger Konserthuset gegönnt: „Weltberühmte Dirigenten und Musiker sind dort immer garantiert.“

Und so wird eins deutlich: Die Zeit in Skandinavien bringt Christian Biskup einen großen Schritt weiter auf dem Weg zum Berufsziel Dirigent.

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Zu Besuch bei Ludolf Nielsens Familie: Die Nachfahren des Komponisten haben Christian Biskup (l.) herzlich empfangen.

Nicht nur musikalisch hat Christian Biskup seit August viele neue Eindrücke gewonnen. Hier sein Bericht über das Leben in Schweden:

„Ich wohne hier im Göteborger Stadtteil Ögryte. Hier lebe ich mit meiner Gastfamilie in einem typisch schwedischen Holzhaus aus dem Jahr 1923. Bereits eine Woche nach meiner Ankunft startete mein Sprachkursus in der Folkuniversitetet, zu der ich jeden Morgen mit dem Rad fuhr. Allerdings nur bis September, dann wurde es mir geklaut. Nach acht Wochen war der Kursus zu Ende und ich konnte schon ganz gut Schwedisch. Mit meiner Gastmutter und im Chor kann ich mich seitdem gut verständigen.

Es gab einige Dinge, an die ich mich echt gewöhnen musste. Zum einen ist es wirklich kalt hier. Zum anderen ist das Bargeld in Schweden beinahe abgeschafft. In vielen Geschäften kann man nur noch mit Kreditkarte bezahlen. Die Kreditkarte ist auch nötig, um Bus zu fahren. Doof, wenn man keine hat. Und eine Fahrkarte beim Fahrer kaufen? Geht auch nicht. Wenn man keine hat, muss man erst in eins der Büros des Busunternehmens laufen und dort eine kaufen.“

Dannenbüttel. Ganz so wie von der Verkehrsschau vorgeschlagen ist es nun doch nicht gekommen.

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