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Gifhorn Stadt Bobbycar als Waffe eines prügelnden Ehemanns?
Gifhorn Gifhorn Stadt Bobbycar als Waffe eines prügelnden Ehemanns?
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18:00 13.02.2018
Verfahren eingestellt: Ein Ehemann musste sich am Dienstag vor dem Schöffengericht verantworten.  Quelle: Archiv
Gifhorn

 Der ursprüngliche Vorwurf lautete, dass es fünf gewaltsame Übergriffe zwischen 2008 und 2016 gegeben haben soll. Einmal soll der 42-Jährige seine 31-jährige Gattin mit einem Aschenbecher an den Kopf geschlagen haben, ein anderes Mal mit einem Bobbycar. An den Haaren soll er sie vom Bett bis in den Flur gezerrt haben.

Die Verteidigerin stellte diese Vorwürfe in Abrede. Solche Vorfälle hätten niemals stattgefunden. Stattdessen habe die Frau „einen sehr perfiden Plan geschmiedet, um aus familiären und religiösen Gründen die Ehe beenden zu dürfen“.

Die Ehefrau hat eine andere Sicht auf ihre Ehe, in deren Verlauf erst sie gemerkt habe, was der 42-Jährige für ein Mann sei. Sie begann ihre Schilderung mit Ungerechtigkeiten wie Schminkverboten und „psychischen Gewalttaten ihrer Schwiegereltern“. Der Vorsitzende Richter musste nachfragen, damit die 31-Jährige konkreter auf handgreifliche Übergriffe einging. Aber es wurde nicht konkret genug für das Schöffengericht. Die Frau, mit der das Gericht über einen Dolmetscher kommunzierte, vermochte nicht, die Vorfälle wenigstens auf das Jahr genau zu datieren.

Außerdem verwickelte sie sich bei mehreren Detailfragen in Widersprüche zu früheren Aussagen vor der Polizei und einem Richter in München. „Sie sind dreimal vernommen worden und erzählen drei verschiedene Varianten“, sagte der Vorsitzende Richter in Gifhorn.

Für eine Verurteilung waren die Angaben somit nicht beweiskräftig genug, das Verfahren wurde schließlich eingestellt.

Von Dirk Reitmeister

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