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Bienen-Probleme durch Faulbrut

Tülau Bienen-Probleme durch Faulbrut

Tülau. „Es war ein durchschnittliches Jahr“, sagt Otto Kisser, Vorsitzender des Imkervereins Brome, „wir sind zufrieden.“ Trotz Problemen mit Faulbrut, Pflanzenschutzmitteln und Varroa-Milbe. „Irgendwas ist ja immer“, ergänzt Vereinsmitglied Günter Nietz.

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Trotz Faulbrut, Varroa-Milben und Pflanzenschutzmitteln: Otto Kisser (l.) und Uwe Böwing vom Imkerverein Brome sind zufrieden mit dem Verlauf des Bienenjahrs.

Quelle: Photowerk (jr)

So befanden sich die Stöcke des Tülauers in einem Faulbrut-Sperrgebiet: „Und obwohl meine Völker nicht betroffen waren, durfte ich da nicht raus.“ Auch der zunehmende Zwang für die Bauern, immer mehr Spritzmittel einzusetzen, ist für die 31 im Verein organisierten Hobby-Imker kein Grund zur Freude: „Das ist die Folge der Monokulturen“, meint Uwe Böwing, stellvertretender Vereinsvorsitzender aus Hoitlingen, der auch eine fehlende Förderung für Imker seitens des Staates kritisiert: „Dabei tun wir für die Natur doch etwas Gutes.“

Otto Kisser ist seit 1980 Chef des Vereins, der zwischen 180 und 220 Bienenvölker hält: „Im Schnitt liegt der Ertrag pro Volk in diesem Jahr bei 18 Kilogramm Honig.“ Gesammelt haben die hiesigen Bienen vor allem im Raps, der besonders gut stand, und in Linden. Aber natürlich auch in allem anderen, was blüht - von Obstbäumen bis zur wilden Himbeere.

„Die Sommertracht hätte ein bisschen mehr sein können“, weiß Kisser, der wie seine Kollegen auch gerade die so genannte Auffütterung der Bienenvölker beendet. „Nachdem wir ihnen den Honig weg genommen haben, geben wir Melasse und Zuckerwasser, damit die Tiere über den Winter kommen.“ Was ebenfalls vor der Winterpause noch ansteht, ist die Behandlung der Stöcke mit Ameisensäure, um die Varroa-Milben zu vertreiben: „Die mögen den Geruch nicht“, so Kisser.

jr

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