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Bhopal-Unglück: Auch Gifhorner protestieren

Gifhorn Bhopal-Unglück: Auch Gifhorner protestieren

Gifhorn. An vier Orten im Landkreis startet die Gifhorner Gruppe von Amnesty International (ai) eine Briefaktion - im Mittelpunkt die Giftgaskatastrophe in Bhopal vor mehr als drei Jahrzehnten und deren Folgen.

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Aktion gegen das Vergessen: Amnesty International beteiligt sich an der Briefaktion, die sich der Katastrophe von Bhopal widmet.

Quelle: Photowerk (mpu)

In der Stadtbücherei Gifhorn, im Bürgerbüro der Stadt Gifhorn, in der Kreisvolkshochschule und in der Bücherei Isenbüttel hat die Gruppe Tische hergerichtet, auf dem die vorformulierten Briefe unterschrieben werden können. Die Briefe werden gesammelt und dann abgeschickt.

„Adressat der Schreiben ist der indische Premierminister. Der Brief erinnert an die Giftgaskatastrophe in Bhopal vor 31 Jahre“, erläutert Gruppensprecherin Silke Schnau. Durch das Unglück seien Überlebende und deren Nachfahren noch immer nachhaltig beeinträchtigt. Schwere gesundheitliche Schädigungen und Behinderungen seien die Folge des Unglückes. „Noch immer ist das Industriegelände in dem Zustand, in dem es vor 31 Jahren von den Eigentümern verlassen wurde. Der Boden und das Grundwasser sind kontaminiert“, so Schnau. Zwar seien kleine Entschädigungen gezahlt worden, aber es reiche bei weitem nicht aus. Die medizinische Versorgung der dortigen Bevölkerung sei schlecht und unzureichend.

„In dem Brief wird Premierminister Modi aufgefordert, auf die Säuberung des Geländes und der Stadt zu dringen und die medizinische Versorgung der Bevölkerung den Krankheiten entsprechend abzusichern“, erklärt Schnau.

Mit der Masse der Briefe möchte Amnesty International den Verantwortlichen zeigen, dass die Öffentlichkeit die Ereignisse verfolge und Aufklärung sowie Wiedergutmachung fordert. „Durch die Briefe wird den Schwachen und Verfolgten eine Stimme der Öffentlichkeit gegeben“, erläutert Gifhorns ai-Chefin.

ust

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