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Bezahlbarer Wohnraum: Mehrere Modelle möglich

Gifhorn Bezahlbarer Wohnraum: Mehrere Modelle möglich

Gifhorn. Mit Anreizen und Zwang Investoren dazu bringen, bezahlbare Wohnungen zu bauen: Darüber diskutierte der Finanzausschuss der Stadt Gifhorn gestern rund eine Stunde lang. Die Verwaltung hat der Politik eine Liste an Möglichkeiten vorgelegt.

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Bezahlbare Wohnungen in Gifhorn schaffen: Mit mehreren Möglichkeiten befasste sich jetzt der Finanzausschuss der Stadt.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Bürgervertreter Heiko Mennenga, selbst Bauunternehmer, umriss in einem Satz das größte Problem: „Im Moment ist es für uns nicht rentabel, sozialen Wohnungsbau zu betreiben.“ Das weiß auch Andreas Otto, CDU-Ratsherr und Chef der Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft. Einen Quadratmeter Wohnraum zu schaffen, koste 2500 Euro. Mit Fünf-Euro-Mieten hole man das nie im Leben wieder rein.

Für Gerda Grete (SPD) eigentlich das Argument dafür, dass die Stadt Gifhorn und ihre Erschließungsgesellschaft GEG selbst bauen sollten. Davor warnte Otto umgehend: Zu hoch wäre das finanzielle Risiko. Und Bürgermeister Matthias Nerlich bezweifelt, das dafür nötige Personal zu finden, das nämlich nur befristet eingestellt würde.

Besser wäre laut Otto die Mischung aus Anreiz und Zwang. Etwa durch eine Quote: Baue ein Investor in einem Mehrfamilienkomplex zum Beispiel zehn Wohnungen, könnte ihm auferlegt werden, zwei davon mit öffentlichen Förderungen entsprechend günstig anzubieten. Mit den acht anderen wäre immer noch Rendite einzufahren.

Gut angekommen ist beim Ausschuss, der der Vorlage einmütig zustimmte, die Idee, Investoren Bauland unter dem Marktwert anzubieten. Ebenso ein Wohnquartier-Modellprojekt der Diakonie in Kästorf mit sozialem Wohnungsbau und günstigen Wohnungen. Bürgervertreter Matthias Rieck lobte die Idee Nerlichs, mit Eigentümern leer stehender Gewerbebauten - etwa der Bäckerei an der Braunschweiger Straße - zu sprechen, diese in Wohnraum umzuwandeln.

rtm

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