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Gifhorn Stadt Wo freie Ausbildungsplätze Ladenhüter bleiben
Gifhorn Gifhorn Stadt Wo freie Ausbildungsplätze Ladenhüter bleiben
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23:00 19.07.2018
Kein gefragter Beruf: Unter anderem bei den Friseuren sind viele offene Lehrstellen immer noch unbesetzt. Quelle: dpa
Gifhorn

Seit Oktober haben die Betriebe 810 Ausbildungsstellen (2017: 752) gemeldet, berichtet Christine Gudd von der Agentur für Arbeit. Im Juni waren davon noch 439 (2017: 437) unbesetzt. Seitdem dürften aber noch einige Verträge abgeschlossen worden sein, meint Gudd. „Nicht alle Betriebe melden ihre besetzten Stellen umgehend ab, nicht jeder Bewerber teilt zeitnah mit, dass er einen Ausbildungsplatz gefunden hat.“

Probleme für kleine und mittelständische Unternehmen

Unter den betroffenen Betrieben sind wie in den Jahren zuvor die üblichen Verdächtigen: „Die Entwicklung der letzten Jahre setzt sich fort“, sagt Gudd. „Kleine und mittelständische Betriebe finden schwerer Auszubildende als große Unternehmen.“ Nachwuchssorgen gebe es insbesondere im Handwerk. Friseure, Maler und Lackierer, Hoch- und Tiefbauer sowie Bäckereien und Fleischereien fänden kaum jemanden. „Aber auch das Hotel- und Gaststättengewerbe hat seit einiger Zeit große Schwierigkeiten, die Ausbildungsplätze zu besetzen. Auch im Gartenbau, im Einzelhandel und auch in den Arzt- und Zahnarztpraxen sind noch etliche Ausbildungsstellen zu vergeben.“

Angebot und Nachfrage passen nicht zusammen

Dabei komme rein statistisch auf jede offene Lehrstelle ein unversorgter junger Mensch, sagt Gudd. Im Juni warteten noch 450 Ausbildungsplatzsuchende auf eine Zusage. Oft passten einfach Angebot und Nachfrage nicht zusammen, erklärt Gudd dieses Phänomen. Es gebe zu wenig Ausbildungsplätze in den gefragten kaufmännischen Berufen und Büro-Branchen. Betriebe im ländlichen Gebiet seien schwer zu erreichen. Und oft passten die Ansprüche der Unternehmen nicht mit der Qualifikation von Bewerbern zusammen.

Ausbildungsbegleitende Hilfen

In letzterem Punkt biete man verstärkt Hilfe an. „Die Agentur für Arbeit und auch das Jobcenter kann die Ausbildung mit einer Art Nachhilfe, den ausbildungsbegleitenden Hilfen, unterstützen“, sagt Gudd. Je nach Förderbedarf gebe es Unterricht in Theorie und Praxis, Sprachförderung oder auch sozialpädagogische Unterstützung.

Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

„Inzwischen nehmen tatsächlich mehr Menschen mit Fluchthintergrund eine Ausbildung auf, als dies 2016 oder 2017 noch der Fall war“, sagt Gudd. „Allerdings sprechen wir hier nach wir vor eher von wenigen Fällen. Im Landkreis Gifhorn konnten für das neue Ausbildungsjahr bisher zwölf junge Menschen mit Fluchtkontext in Ausbildung vermittelt werden.“

Von Dirk Reitmeister

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