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Gifhorn Stadt Bewegende Gedenkfeier mit Zeitzeugin in Rühen
Gifhorn Gifhorn Stadt Bewegende Gedenkfeier mit Zeitzeugin in Rühen
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09:00 08.11.2010
Erinnerungsstätte: Waldemar Peters (l.) und Sara Frenkel (r.) bei der Gedenkfeier der IG -Metall für die toten Kinder des Lagers Rühen. Quelle: Zur

Mit der Feierstunde gedachte die Gewerkschaft, mit dem Wolfsburger Bevollmächtigten Frank Patta an der Spitze, dem Schicksal von mindestens 350 Kindern und Säuglingen von VW-Zwangsarbeiterinnen, die 1944/45 im Kinderlager Rühen und in der Stadt des KdF-Wagens ihr Leben verloren.

„Wir müssen in der schmerzlichen Wahrheit leben, dass auch hier unschuldigen Kinder unermessliches Leid zugefügt wurde“, sagte Rühens ehemaliger Bürgermeister Waldemar Peters als offizieller Vertreter der Gemeinde.

Peters trat gemeinsam mit der polnischen Jüdin Sara Frenkel an das Mahnmal, die sich 1943 bis 1945 als Krankenschwester im Volkswagenwerk um die Kinder der Zwangsarbeiterinnen kümmerte und sich nach Kriegsende um eine Grabstätte für die Opfer bemühte. Frenkel war auf Einladung der IGM aus Antwerpen zur Gedenkfeier in Rühen angereist.

Neben den Führungsspitzen aus dem IGM-Wohnbezirken Brome und Wolfsburg nahmen auch Repräsentanten des öffentlichen Lebens an der Feier teil, darunter Wolfsburgs Oberbürgermeister Rolf Schnellecke.

„So etwas Unmenschliches darf nie wieder passieren und auch die heutige Jugend ist aufgerufen dazu ihren Beitrag zu leisten“, mahnte IG-Metall-Jugendsprecherin Sandra Morabito. Die 22-Jährige warnte außerdem vor einem Erstarken des Rechtsradikalismus.

rpz